DIENSTLEISTUNGEN

Wirtschaftsmotor Dienstleister

Die unternehmensnahen Dienstleister erwirtschaften im gesamten Dienstleistungssektor mit über 70 Prozent den weitaus größten Teil des Umsatzes. 2015 lag er bei über 850 Milliarden Euro. Jährlich schafft die Branche tausende neue Arbeitsplätze und ist mit fast 8 Millionen Arbeitnehmern zugleich einer der größten Arbeitgeber der deutschen Volkswirtschaft.

Wandlungsfähig und spezialisiert

Der Dienstleistungssektor floriert und hat Zukunft. Deutsche Unternehmen haben den Strukturwandel frühzeitig erkannt und sind auf künftige Entwicklungen gut vorbereitet: Sie sind hoch innovativ, erweitern ihre Angebotspaletten beständig und stehen für hervorragende Qualität.

Unternehmensnahe Dienstleister sind Experten auf ihrem Fachgebiet. Insbesondere mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung gewinnt die prosperierende Branche in der arbeitsteiligen Wirtschaft immer mehr Gewicht. Schließlich übernehmen die Dienstleister immer mehr spezialisierte Aufgaben. Dadurch unterstützen sie die Handelsunternehmen in ihrem Tagesgeschäft und tragen erheblich dazu bei, deren Effizienz zu steigern.

Export von Dienstleistungen  

Auch im Export von Dienstleistungen ist Deutschland stark aufgestellt: Mit Ausfuhren von über 250 Milliarden Euro sichert sich die Bundesrepublik derzeit den vierten Rang hinter den USA, China und Großbritannien, obwohl der Unternehmensschwerpunkt der deutschen Dienstleister überwiegend auf dem nationalen Markt liegt. In einigen Bereichen – darunter Baudienstleistungen – ist Deutschland aber schon heute Exportweltmeister. Der Anteil der Dienstleistungen am Gesamtexport beträgt bereits 15 Prozent.

Vielfalt ist Programm

Abläufe, Verfahren und Techniken werden zunehmend komplex und erfordern immer mehr Fachwissen. Handelsunternehmen lagern daher zahlreiche Aufgaben – von Logistik über IT-Diensten bis hin zur Buchhaltung – auf unternehmensnahe Dienstleister aus. So können sich die Händler auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und arbeiten effizienter und kostengünstiger.

Experten auf ihren Gebieten

Das Aufgabenspektrum der unternehmensnahen Dienstleister ist vielfältig. Die Beispiele sind zahlreich:  IT-Unternehmen stellen EDV-Anlagen zur Verfügung und bieten regelmäßige Wartung sowie Hilfestellung bei Fragen und Problemen zur IT an. Finanzdienstleister wie Versicherungen oder Vermögensverwalter entlasten Händler von Verwaltungsaufgaben wie Buchhaltung, Controlling oder Finanzierung. Unternehmen des Facility-Managements übernehmen Wach- und Sicherheitsdienstleistungen, Reinigungsaufgaben oder die Hausverwaltung. Logistikdienstleister haben sich unter anderem auf den sicheren und schnellen Transport oder die Lagerung von Waren spezialisiert. Marketing- und PR-Firmen führen Marktanalysen durch und übernehmen zielgerichtete Marketingdienstleistungen für die Produkte und Leistungen der Händler. Aber Serviceunternehmen bieten darüber hinaus eine Vielzahl weiterer spezialisierter Angebote, darunter Zeitarbeitsvermittlung, Vermietungen, Catering oder Weiterbildungsprogramme.

Jobmotor Dienstleistungen

Der Dienstleistungssektor ist ein Gewinner des Strukturwandels. Mit inzwischen fast acht Millionen Beschäftigten sind unternehmensnahe Dienstleistungen der kräftigste Jobmotor in Deutschland. Die Branche ist personalintensiv und bietet insbesondere qualifizierten Arbeitnehmern aussichtsreiche Chancen.

Im Zuge der fortschreitenden Spezialisierung und Digitalisierung entstehen vollkommen neue Ausbildungsberufe und Studiengänge. Ein Beispiel: der „E­Commerce­Kaufmann“, dessen Ausbildungsordnung augenblicklich diskutiert wird. Der Sektor wird in den kommenden Jahren weiter kräftig wachsen und tausende neue Jobs generieren.

Mehr Flexibiliät, mehr Bildung

Der BGA kämpft dafür, den Dienstleistungssektor konsequent zu stärken: Dazu gehören zum einen Tarif- und Arbeitszeitregelungen, die den tagtäglichen Erfordernissen der Betriebe entsprechen, zum anderen die gute Ausbildung von immer zahlreicheren Mitarbeitern in einer prosperierenden Branche.     Die personalintensive Branche muss von überhöhten Lohnnebenkosten entlastet werden. Arbeitszeitreglungen sollten flexibilisiert werden, damit die Unternehmen ihre Mitarbeiter bedarfsgerecht einsetzten können.

Das Thema Bildung hat höchste Priorität, denn der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern wird immer größer. Außerdem setzt sich der BGA dafür ein, die Qualität im Bildungsbereich auf allen Fortbildungsstufen zu verbessern und die Bildungsstrukturen flexibler zu gestalteten. Auch fordern wir den Abbau bürokratischer Hürden.

851

 

Milliarden Euro beträgt der Umsatz bei Dienstleistungen im Großhandel

7,85

 

Millionen Beschäftigte arbeiten bei den unternehmensnahen Dienstleistungen des Großhandels

Der Anteil der Dienstleistungen am Gesamtexport beträgt

 

15%