BGA/BDI Workshop „Ökodesign und Ressourceneffizienz“ in Berlin

Die Einbeziehung von Kriterien von Ressourceneffizienz wird derzeit im Rahmen von EU Kreislaufwirtschaftspaket (Mitteilung der Europäischen Kommission "Den Kreislauf schließen – Ein Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft“) und dem Arbeitsplan Ökodesign 2016-2019 vom 30. November 2016 in Brüssel diskutiert. Die Verbände nahmen dies zum Anlass, über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und über deren Auswirkungen zu diskutieren. So berichteten Vertreter der Europäischen Kommission, des Bundesumweltministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums sowie der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) über die aktuellen Entwicklungen und Vorhaben. Für die Wirtschaft waren Vertreter aus dem Elektrogroßhandel, Elektroindustrie und Maschinenbau anwesend. Dabei wurde deutlich, dass die Erfassung, Bewertung und Gewichtung von Kriterien der Ressourceneffizienz bei Produkten wesentlich komplexere Lösungsstrategien erfordert als das bei dem bisher bei der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie überwiegend fokussierten Energieverbrauch der Fall war. Dabei gilt es, wichtige Zielkonflikte hinsichtlich der Kategorien Produktsicherheit, Reparierbarkeit, Lebensdauer, Ersatzteilverfügbarkeit, Verbraucherverhalten, Funktion und Kompatibilität, Aufrüstbarkeit etc. zu adressieren und zu lösen. Sebastian Meinel, Emil Löffelhardt GmbH & Co. KG, zeigte insbesondere die Auswirkungen auf den Produktverbindungshandel als auch für den dreistufigen Vertriebsweg über den Großhandel an Fachhandel zum Endverbraucher auf. Auch wurde deutlich, dass mit marktwirtschaftlichen Lösungen besser auf die Bedürfnisse des Verbrauchers eingegangen werden kann. Außerdem wurde aber auch darauf hingewiesen, dass angesichts der Komplexität sich einfache Lösungen nicht anbieten. Stattdessen müssen produktspezifische Anforderungen zur Ressourceneffizienz mit Blick auf alle Aspekte sorgfältig abgewägt und unter Einbeziehung der Lösungskompetenz von Herstellern und In-Verkehr-Bringer entwickelt werden.

Zum Downloaden finden Sie hier das Workshop-Programm sowie ausgewählte Folienvorträge der Referenten.

  Programm

  Vortrag Sebastian Meinel, Emil Löffelhardt GmbH & Co.KG

  Vortrag Annette Wagner, Robert Bosch GmbH

  Vortrag Anja Mager, BMUB

  Vortrag Wilfried Oppermann, Siemens AG

  Vortrag Dr. Floris Akkerman, BAM

Ass. jur. Michael Faber
Abteilungsleiter Umwelt und Energie
Telefon: 030 590099-551
E-Mail: Michael.Faber(at)bga.de

Zuständig für den Bereich Umwelt und Energie im BGA ist Michael Faber. Er befasst sich vor allem mit Abfall-, Stoff- und Energiepolitik, diese sind sehr stark durch europäische Vorgaben geprägt. REACH-VO sowie circular economy werden hier zukünftig eine große Rollespielen. Aber auch der politischeThemenbereich zum Schutz von Luft, Wasser und Boden beschäftigen den BGA und seine Mitglieder. Hier sind Vorgabender TA-Luft genauso relevant wie die Umsetzung der SevesoIII-Richtlinie