ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

Hand in Hand

Ob Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette, Handelserleichterung oder Importförderung: Die Verbindungen zwischen der Entwicklungszusammenarbeit und den Leistungen des Groß- und Außenhandels sind vielfältig.

Das Import Promotion Desk

Der BGA ist auch auf diesem Gebiet erfolgreich: Gemeinsam mit Partnern ist mit der Errichtung des Import Promotion Desk der Einstieg in die entwicklungspolitische Einfuhrförderung gelungen.

Projekte in Afrika und Lateinamerika

Darüber hinaus setzt der BGA aktuell in Kooperation mit der sequa - der Entwicklungsorganisation der Deutschen Wirtschaft ein Projekt zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch Stärkung privater, nichtstaatlicher Strukturen in den ländlichen Regionen Perus um. Besondere Aufmerksamkeit kommt aber auch dem afrikanischen Kontinent zuteil. Hier bündelt der BGA seine Aktivitäten im Rahmen der Subsahara-Afrika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) gemeinsam mit BDI, DIHK und AV.

Beratung zum Handeln

Wir beraten BGA-Mitgliedsverbände und Unternehmen zu allen Fragen des Engagements in Entwicklungs- oder Schwellenländern: Wir informieren über die Förder- und Finanzierungsinstrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie zu Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette, über entwicklungspolitische Programme und Projekte von Ministerien und multilateralen Geldgebern. Wir unterstützen BGA-Mitglieder bei der Entwicklung und Umsetzung von Projektideen und beraten bei der Beteiligung an Ausschreibungen internationaler Organisationen, wie beispielsweise der Weltbank. Zudem zeigen wir Unternehmen, wie sie daran mitwirken können, Zollverfahren in Entwicklungsländern zu beschleunigen. Darüber hinaus vermitteln wir Kontakte zu Ansprechpartnern in Entwicklungs- und Schwellenländer, Ministerien und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit.

Das Import Promotion Desk (IPD)

Importförderung im Fokus  

Die Bedeutung von Importen wird vielfach unterschätzt, die Suche nach neuen ausländischen Lieferanten dementsprechend kaum gefördert. Doch die Einfuhr von Vor- und Endprodukten ist Grundlage für den Erfolg der deutschen Wirtschaft. Nichtsdestotrotz steht der Außenhandel immer noch im Mittelpunkt von Öffentlichkeit und Politik und  ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Das Import Promotion Desk rückt die Importförderung in den Fokus. Es übernimmt eine Scharnierfunktion zwischen den deutschen Importeuren und kleinen und mittleren Akteuren des Außenhandels in ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel ist eine nachhaltige Importförderung bestimmter Produkte aus ausgewählten Partnerländern – unter Einhaltung hoher Qualitäts-, Sozial- und Umweltstandards.

Türöffner  

Gut informiert, risikooptimiert und mit weniger Aufwand international einkaufen – dies ist das Leistungsversprechen des IPD. Importeure in Deutschland und Europa profitieren von einer neutralen und umfassenden Unterstützung über den gesamten Beschaffungsprozess hinweg. Das IPD eröffnet ihnen neue, lukrative Märkte in den Partnerländern und vermittelt nachhaltige Handelsbeziehungen zu verlässlichen Lieferanten. Hierbei arbeitet das IPD nachfrageorientiert. So können Importeure ihren Einkauf optimieren sowie ihre Produktqualität und -vielfalt verbessern. Gleichzeitig ist das IPD ein Türöffner für Lieferanten aus ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern für den Zugang zum deutschen bzw. europäischen Markt.  

Aktiv auf drei Kontinenten

Aktuell ist das IPD in den Partnerländern Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Kirgistan, Kolumbien, Nepal, Peru und Tunesien tätig. In diesen Ländern fokussiert sich das Projekt auf ausgewählte Lebensmittel und deren natürliche Zutaten, auf Pharmazie und Kosmetik, Schnittblumen sowie technisches Holz.

Hand in Hand mit der deutschen Wirtschaft

Das IPD ist eine Initiative des BGA und der sequa  – der Entwicklungsorganisation der Deutschen Wirtschaft. Gefördert wird das IPD vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).  

Weitere Informationen unter importpromotiondesk.de

Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramm in Peru

Der Andenstaat ist das drittgrößte Land Südamerikas und größter Empfänger von Mitteln aus der Entwicklungszusammenarbeit in Lateinamerika. Der BGA hilft dort bei der Anbahnung von Geschäftskontakten. Seit August 2014 führen wir im Rahmen der Kammer- und Verbandspartnerschaften (KVP) ein Projekt durch, das die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen in den ländlichen Regionen Perus sowie die Partnerschaftsbeziehungen zu den peruanischen Kammern verbessert.

Ausbau der bilateralen Handelsbeziehungen

Durch Beratungen, Schulungen, Workshops und Delegationsreisen werden ausgewählte Handelskammern in unterschiedlichen Teilen Perus unterstützt, ihr Dienstleistungsangebot für Mitgliedsunternehmen zu optimieren: in Huancayo im Andenhochland, Piura im Norden und Tacna im Süden des Landes. Die Förderung der drei ausgewählten Handelskammern trägt zur ökonomischen Dezentralisierung des Landes bei. Das alles geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Dachkammer Perucámaras und führt letztlich natürlich zum Ausbau des Handels zwischen Deutschland und Peru.  

Durchführung

Während der BGA die fachliche Steuerung übernimmt und das Expertenwissen bereitstellt, ist die Entwicklungsorganisation sequa für das Projektmanagement zuständig. Gefördert wird das KVP Projekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).  

develoPPP.de: Risiken teilen - Chancen verdoppeln

Hilfe bei Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern

Möchten sie in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren und dabei unternehmerisches Engagement nachhaltig gestalten? Das develoPPP.de-Programm bietet Unternehmen Know-how über ökonomische, soziale und ökologische Rahmenbedingungen vor Ort und hilft, finanzielle Risiken zu minimieren.

Mit diesem Programm stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Firmen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren und einen langfristigen Nutzen für die lokale Bevölkerung generieren, finanzielle und auf Wunsch auch fachliche Unterstützung zur Verfügung. Die Unternehmen tragen dabei mindestens die Hälfte der Gesamtkosten, das BMZ steuert bis zu 200.000 Euro bei.  

Erfolgreiches Beispiel: Fairtrade-Kaffee

Entwicklungspartnerschaften können in unterschiedlichen Themenbereichen angesiedelt sein – von A wie „Abwassermanagement“ bis Z wie „Zertifizierungen“. So arbeiten etwa die Unternehmen Original Food GmbH und Tuchel & Sohn GmbH gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an der Förderung des Handels mit Wildkaffee und Honig in Äthiopien. Die Kaffeebauern werden in begleitenden Trainings zu Trocknung, Sortierung und Lagerung geschult, so dass eine konstant hohe Qualität der Ernte gewährleistet werden kann. Dank der strengen Bio- und Fairtrade-Zertifizierungen erzielen die bäuerlichen Kooperativen pro Kilo Wildkaffee im Vergleich zu konventionellen Bohnen fast den doppelten Preis. Über 8000 Kleinbauern sind Teil des Projektes, aus dem insgesamt über 60.000 Menschen ihren Lebensunterhalt gewinnen.  

Bewerbung

Unternehmen, die an develoPPP.de teilnehmen möchten, bewerben sich in einem Ideenwettbewerb, der vierteljährlich ausgeschrieben wird, bei einem der drei öffentlichen Partner, die das BMZ mit der Durchführung betraut hat (DEG, GIZ und sequa).  

Mehr Informationen unter www.develoPPP.de

Anna Peter M. A.
EZ-Scout (im Auftrag des BMZ)
Telefon: 030 590099-597
E-Mail: Anna.Peter@remove-this.bga.de

Anna Peter ist im Auftrag des BMZ in den BGA entsandt, um zueiner engeren Verzahnung zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung beizutragen. Durch Informationsaustausch, Arbeitskontakte und gemeinsame Veranstaltungen wird die Zusammenarbeitan der Schnittstelle von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit vertieft.