UMWELTPOLITIK

Umweltpolitik ist vor allem Umweltschutz. Das betrifft die Lagerung und den Umschlag von Chemikalien oder die Vermeidung und Entsorgung von beispielsweise Elektrogeräten oder Verpackungen genauso wie Anforderungen an die Produktgestaltung. Viele der geltenden Umwelt-Gesetze werden auf europäischer Ebene beschlossen. All diese Regelungen betreffen auch Großhändler in ihrer Funktion als Lieferant und Absatzkanal der deutschen Wirtschaft.  

Kein Vorwand für Protektionismus

Umweltpolitik darf nicht als Vorwand für neuen Protektionismus missbraucht werden. Für die Bewältigung der umwelt- und klimapolitischen Herausforderungen müssen Instrumente gefunden werden, die bei hohem Schutzniveau zugleich Belastungen für Unternehmen so gering wie möglich halten und flexible Lösungen erlauben. Neue Regulierungen sollten zu einem Wettbewerb um die besten Resultate führen und nicht von vorne herein bestimmte Technologien ausschließen. Zusammen mit seinen Bundesfachverbänden kämpft der BGA auf EU-, Bundes- und Landesebene für die Interessen der entsprechenden Branchen. Durch seine Mitgliedschaft bei EuroCommerce kann der BGA Großhandelsinteressen noch besser auf europäischer Ebene einbringen.  

Mitglieder mischen mit

Der BGA setzt sich uneingeschränkt für einen europäischen Binnenmarkt ein. Im Umwelt- und Energieausschuss des Verbandes können Mitglieder Erfahrungen und Wissen unmittelbar mit politischen Entscheidungsträgern in Berlin und Brüssel austauschen. Außerdem können sie aktiv an der Positionierung des BGA mitarbeiten. Regelmäßige Mitteilungen informieren die Mitglieder frühzeitig über Gesetzgebungsverfahren und aktuelle Entwicklungen.

Circular Economy

Für nachhaltiges Wachstum

Mit dem Circular Economy-Paket soll auf europäischer Ebene nachhaltiges Wachstum erreicht werden. Dabei soll die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über den Verbrauch bis zur Entsorgung betrachtet werden.

Gegen mehr Verpflichtungen

Deshalb werden die Abfallregelungen überarbeitet, doch bei der Kreislaufwirtschaft geht es auch um Fragen der Produktgestaltung oder der Verarbeitung von schwer zu entsorgenden Stoffen und Gemischen sowie zur Informationsweitergabe. Der Großhandel bietet bereits jetzt eine Vielzahl von ressourceneffizienten Lösungen wie Mehrwegverpackungen oder Chemiekalienleasing an. Das gehört zu seinem Selbstverständnis. Fragen der Produktgestaltung dürfen aber nicht zur Beeinträchtigung des dreistufigen Vertriebswegs führen, der effizienzfördernd ist. Als Produktverbindungshandel betrachtet der Großhandel zusätzliche Informationsverpflichtungen über Stoffe entlang der Lieferkette kritisch, da es hier bereits eine Vielzahl von Regelungen (REACH-Verordnung für Nebenprodukte und Sekundärstoffe, RoHS zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten und POP zu schwer abbaubaren organischen Schadstoffen) gibt.

Ass. jur. Michael Faber
Abteilungsleiter
Umwelt und Energie
Telefon: 030 590099-551
E-Mail: Michael.Faber(at)bga.de

Zuständig für den Bereich Umwelt und Energie im BGA ist Michael Faber. Er befasst sich vor allem mit Abfall-, Stoff- und Energiepolitik, diese sind sehr stark durch europäische Vorgaben geprägt. REACH-VO sowie circular economy werden hier zukünftig eine große Rollespielen. Aber auch der politische Themenbereich zum Schutz von Luft, Wasser und Bodenbeschäftigen den BGA und seine Mitglieder. Hier sind Vorgabender TA-Luft genauso relevant wie die Umsetzung der SevesoIII-Richtlinie.