Direkt aus Berlin

Wochennachrichten aus Politik und Wirtschaft | Ausgabe 23 | 15. November 2018

Steuern

Der Onlinehandel im Fadenkreuz der Steuergesetzgebung

„Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“, so lautet der sperrige Titel zu dessen öffentlicher Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages am 15. Oktober 2018 der BGA mit den weiteren sieben Spitzenverbänden der Achterrunde am 11. Oktober 2018 Stellung bezogen hat. In der Stellungnahme zum Gesetzentwurf gehen die Verbände nicht nur detailliert auf die geplanten gesetzlichen Regelungen ein, sondern fordern auch ein Befassen mit grundlegenden Fragen der Unternehmensbesteuerung.

Die Schwerpunkte der Stellungnahme im Einzelnen aus Sicht des BGA:

  • Dienstwagenbesteuerung für Elektro- und Hybridfahrzeuge
  • steuerfreie Arbeitgeberleistungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Änderungen in der Einkommensbesteuerung im Zusammenhang mit dem
  • Betriebsrentenstärkungsgesetz
  • Neuregelung des Verlustabzugs bei Körperschaften
  • Umsetzung der EU-Richtlinie zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Gutscheinen
  • Einführung einer Haftung von Betreibern elektronischer Marktplätze und von Aufzeichnungspflichten

Die Verbände unterstützen darüber hinaus den Vorschlag des Bundesrates, die Grenze der Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern auf 1.000 Euro anzuheben und die Poolabschreibung entfallen zu lassen.   [Michael Alber]