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Wochennachrichten aus Politik und Wirtschaft | Ausgabe 18 | 8. September 2022

Bildung

BMAS legt Konzept für Ausbildungsgarantie vor

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat ein erstes Konzeptpapier zur Ausgestaltung einer im Koalitionsvertrag vorgesehenen Ausbildungsgarantie vorgelegt.

Die Ausbildungsgarantie soll allen jungen Menschen, die noch nicht über einen Berufsabschluss verfügen, Zugang zu einer vollqualifizierenden, möglichst betrieblichen Berufsausbildung eröffnen. In der Ausbildungsgarantie sollen die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter junge Menschen gezielt in drei Stufen unterstützen, damit die angestrebte Aufnahme einer Berufsausbildung gelingt. In der ersten Stufe werden Beratung, Berufsorientierung (insbesondere mit einer „Praktikumsinitiative“) und Vermittlung passgenau eingesetzt. In der zweiten Stufe soll mit verschiedenen Maßnahmen die regionale Mobilität von Ausbildungssuchenden gestärkt werden (z.B. mit Mobilitätsprämien). In der dritten Stufe soll jungen Menschen, die zum Beginn des Ausbildungsjahres in kein adäquates betriebliches Ausbildungsverhältnis gelangen können, bundesweit eine Ausbildungsmöglichkeit über eine außerbetriebliche Berufsausbildung angeboten werden (auch: Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung – BaE). In Regionen mit einem schwachen Ausbildungsmarkt werden dafür zudem zusätzliche Ausbildungsangebote bereitgestellt. Das BMAS betont, die Ausbildungsgarantie im Schulterschluss mit Kammern und Sozialpartnern umsetzen zu wollen.

Das Konzeptpapier soll nun zunächst in der Allianz für Aus- und Weiterbildung diskutiert werden.  [Denis Henkel]