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title: De-Risking im Verhältnis zu China
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description: Die Exporte sinken den zweiten Monat in Folge, während die Importe steigen.
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author: BGA
date: 2022-12-06
modified: 2026-09-01
keywords:
  - BGA
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# De-Risking im Verhältnis zu China 

08.10.2026

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[ De-Risking im Verhältnis zu China ](https://bga.de/im-fokus/artikel/de-risking-im-verhaeltnis-zu-china/)
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**„Der deutsche Außenhandel findet sich wieder im Abwärtstrend. Die Exporte sinken den zweiten Monat in Folge, während die Importe steigen. Die Zahlen gehen einen Monat rauf, den nächsten runter. Das ist kein stabiler Aufwärtstrend, sondern ein Außenhandel, der sich in einem hochvolatilen Umfeld behaupten muss. Besonders kritisch bleibt die Entwicklung mit unserem wichtigen Handelspartner China. Europa braucht ein De-Risking der Wirtschaftsbeziehungen, besseren Marktzugang für europäische Unternehmen und konkrete Fortschritte bei Exportkontrollen und unfairen Wettbewerbsbedingungen", fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der heute von Destatis veröffentlichten Außenhandelszahlen.**

"China ist ein sehr wichtiger Handelspartner. Die Ausfuhren nach China lagen in den ersten acht Monaten 12,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau, während die Importe aus China allein gegenüber Juli um 11 Prozent stiegen. Wir exportieren weniger nach China und importieren gleichzeitig immer mehr von dort. Dieses wachsende Ungleichgewicht beschäftigt uns. Deshalb sind die Gespräche von EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič in Peking wichtig. Der Dialog muss zu belastbaren Ergebnissen führen und darf nicht nur Zeit kaufen", so der Außenhandelspräsident.

Jandura weiter: "Europa muss sich gegen nachgewiesene Wettbewerbsverzerrungen wehren können. Dafür brauchen wir klare Beweise, hohe Eingriffsschwellen. Schutzmaßnahmen müssen gezielt, verhältnismäßig und WTO-konform sein. Auch dürfen sie nicht Versäumnisse der Vergangenheit bei Transformation und Innovation kaschieren. Freiwillige Exportbeschränkungen und Kontingente sollten deshalb nicht zur Blaupause europäischer Handelspolitik werden. Sie können allenfalls eine eng begrenzte Übergangslösung für konkrete Problemfälle sein. Eine dauerhafte staatliche Mengensteuerung des Handels wäre der falsche Weg“, stellt Jandura klar.

„Europa muss dabei rechtlich auf festem Boden stehen. Wenn Europa andere wegen einseitiger und WTO-widriger Maßnahmen kritisiert, muss es seine eigenen Instrumente regelgebunden und überprüfbar ausgestalten. Wirtschaftliche Sicherheit darf nicht als pauschale Begründung dienen, um Handelsregeln zu umgehen", so der Unternehmer abschließend.

Im August wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 137,6 Milliarden Euro exportiert. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Juli. Die Importe stiegen dagegen um 0,9 Prozent auf 118,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

8\. Oktober 2026

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