---
title: "Rohstoffe sichern, Lieferketten diversifizieren: Neue Wege der Handelsförderung"
url: "https://bga.de/im-fokus/artikel/rohstoffe-sichern-lieferketten-diversifizieren-neue-wege-der-handelsfoerderung"
description: Parlamentarisches Frühstück des BGA zur Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit
image: "https://bga.de/fileadmin/_processed_/e/9/csm_Foto_DaB_zugeschnitten_ea71b54a2b.jpg"
author: BGA
date: 2022-12-06
modified: 2026-09-01
keywords:
  - BGA
---

# Rohstoffe sichern, Lieferketten diversifizieren: Neue Wege der Handelsförderung

29.10.2026

[zurück zur Übersicht](https://bga.de/im-fokus/page-1/)

[ Rohstoffe sichern, Lieferketten diversifizieren: Neue Wege der Handelsförderung ](https://bga.de/im-fokus/artikel/rohstoffe-sichern-lieferketten-diversifizieren-neue-wege-der-handelsfoerderung/)
====================================================================================================================================================================================================

Wie lassen sich neue Beschaffungsmärkte erschließen und internationale Lieferketten widerstandsfähiger aufstellen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das parlamentarische Frühstück des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) am 15. Oktober unter dem Titel „Rohstoffe sichern, Lieferketten diversifizieren: Neue Wege der Handelsförderung“.

Unter der Schirmherrschaft von Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), und Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Potenziale einer stärkeren Verzahnung von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit.

![](https://bga.de/fileadmin/user_upload/Direkt_aus_Berlin/DaB_20/Foto_DaB3_zugeschnitten.jpg)

Der BGA setzt sich dafür ein, beide Bereiche künftig noch stärker verzahnen. Angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten und einseitiger Beschaffungsabhängigkeiten braucht es neue Bezugsquellen, zusätzliche Lieferanten und verlässliche internationale Handelspartnerschaften. Wirtschaftliche Interessen und entwicklungspolitische Ziele stehen dabei nicht im Widerspruch, sondern können sich gegenseitig verstärken. Aus Sicht des BGA sollte die Entwicklungszusammenarbeit deshalb strategische wirtschaftliche Interessen stärker berücksichtigen und bewährte wirtschaftsnahe Instrumente gezielt stärken.

Ein Beispiel für diese erfolgreiche Verzahnung ist das Import Promotion Desk (IPD), eine Initiative des BGA, die gemeinsam mit sequa umgesetzt und vom BMZ finanziert wird. Seit 2012 bringt das IPD kleine und mittlere Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern mit europäischen Importeuren zusammen. Es unterstützt deutsche und europäische Unternehmen bei der Erschließung neuer Beschaffungsmärkte und leistet zugleich einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Partnerländern. Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen das Potenzial des Ansatzes: Über 860 Exporteure haben das IPD-Programm bereits durchlaufen. Rund 5.000 Geschäftsabschlüsse wurden vermittelt, mit einem Exportvolumen von rund einer Milliarde Euro allein in den vergangenen fünf Jahren.

Das IPD bietet damit auch einen konkreten Mehrwert für die Unternehmen der BGA-Mitgliedsverbände: Es erleichtert den Zugang zu neuen Lieferanten und Märkten, unterstützt die Diversifizierung der Beschaffung und trägt dazu bei, Lieferketten widerstandsfähiger aufzustellen.

Ein wichtiger Fokus der Diskussion war die strategische Weiterentwicklung des IPD. Ausgangspunkt sind konkrete Bedarfe aus Wirtschaft, Verbänden, Ministerien und Partnerorganisationen. Es wurde diskutiert, wo die gezielte Suche nach geeigneten Lieferanten und das Zusammenführen von Geschäftspartnern auch außerhalb der bisherigen IPD-Sektoren einen Mehrwert schaffen können – etwa mit Blick auf die Sicherung strategisch wichtiger Rohstoffe und Vorprodukte.

Die Diskussion beim parlamentarischen Frühstück machte deutlich: Deutschland muss das Rad nicht neu erfinden, um seine wirtschaftliche Resilienz zu stärken. Vielmehr gilt es, erfolgreiche Instrumente wie das IPD strategisch weiterzuentwickeln und dort auszubauen, wo sie einen besonderen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, zur Diversifizierung internationaler Lieferketten und zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Partnerländern leisten können.

[zurück zur Übersicht](https://bga.de/im-fokus/page-1/)

![](https://bga.de/fileadmin/_processed_/e/9/csm_Foto_DaB_zugeschnitten_0bf929121f.jpg)

![](/fileadmin/user_upload/People_BGA_Farbe/People_BGA_2023/2025-12-09_Hr._Federl-_MG_9878-Bearbeitet_Webaufloesung.jpg) **Patrick Federl**
Referent für Importförderung im Auftrag des Import Promotion Desk (IPD)
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
[0176 465 965 51](<tel:0176 465 965 51>)
<patrick.federl@bga.de>