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title: Handelspolitik, wirtschaftliche Sicherheit und Vertrauen im Fokus
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author: BGA
date: 2022-12-06
modified: 2026-09-01
keywords:
  - BGA
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# Handelspolitik, wirtschaftliche Sicherheit und Vertrauen im Fokus

15.10.2026

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[ Handelspolitik, wirtschaftliche Sicherheit und Vertrauen im Fokus ](https://bga.de/im-fokus/artikel/tbi-transatlantic-dialogue-2026-handelspolitik-wirtschaftliche-sicherheit-und-vertrauen-im-fokus/)
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Unter dem Titel „Trade and the New Geoeconomic Order“ hat die Transatlantic Business Initiative (TBI) am 7. Oktober in Berlin hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Think Tanks zusammengebracht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen unter dem Eindruck geopolitischer Spannungen, einer zunehmend aktiven Industriepolitik und neuer handelspolitischer Konflikte verändern.

Die Veranstaltung fand beim Bundesverband deutscher Banken statt und bot Raum für einen intensiven Austausch über die Zukunft der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Zu den Gästen gehörten unter anderem Andrew Puzder, US-Botschafter bei der Europäischen Union, sowie Glenn Nye vom Center for the Study of the Presidency & Congress. Auch die bevorstehenden US-Midterm-Wahlen und ihre mögliche Bedeutung für die weitere Ausrichtung der amerikanischen Wirtschafts- und Handelspolitik spielten in den Diskussionen eine Rolle.

Für den BGA moderierte Marcus Schwenke, Abteilungsleiter Außenhandelspolitik, Importförderung sowie Entwicklungszusammenarbeit und Projekte, das Panel „Tariffs, Trade, and Trust: Navigating Transatlantic Economic Tensions“. Gemeinsam mit Emily Benson, Head of Strategy bei Minerva Technology Futures, Jean P. Froehly, Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung der Deutschen Botschaft in Washington, Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, sowie Dr. Andreas Schumacher, Executive Vice President Strategy, Mergers & Acquisitions bei Infineon, diskutierte er die aktuellen Spannungen im transatlantischen Wirtschaftsverhältnis. Die Zusammensetzung des Panels verband damit Perspektiven aus Washington, Brüssel, der deutschen Außenpolitik und der Unternehmenspraxis.

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, ob die gegenwärtige US-Handelspolitik lediglich Ausdruck einer vorübergehenden politischen Phase ist oder einen tiefergehenden strukturellen Wandel markiert. Diskutiert wurden dabei nicht nur Zölle, sondern auch Industriepolitik, Investitionsentscheidungen, Exportkontrollen, wirtschaftliche Sicherheit und die zunehmende Verknüpfung von Handelspolitik mit geopolitischen Zielen. Gerade für Unternehmen wird dabei die Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen immer wichtiger.

Auch die strategische Konkurrenz mit China zog sich als roter Faden durch die Diskussion. Deutlich wurde, dass Washington von Europa in Fragen der wirtschaftlichen Sicherheit und bei strategischen Technologien zunehmend eine engere Abstimmung erwartet. Gleichzeitig verfolgen sowohl die USA als auch die EU eigene industriepolitische Ziele und konkurrieren um Investitionen und Produktionskapazitäten. Für europäische Unternehmen stellt sich damit immer stärker die Frage, wie sich Resilienz und Diversifizierung stärken lassen, ohne globale Wertschöpfungsketten unnötig zu fragmentieren.

Intensiv diskutiert wurde zudem, wo die Grenze zwischen legitimer wirtschaftlicher Sicherheit und Protektionismus verläuft. Dies betrifft nicht nur die amerikanische Handelspolitik, sondern zunehmend auch Europa selbst. Mit Instrumenten wie Investitionskontrollen, Local-Content-Ansätzen oder einer stärkeren industriepolitischen Steuerung gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Europa seine wirtschaftliche Handlungsfähigkeit stärken kann, ohne seine Offenheit und die Vorteile internationaler Arbeitsteilung aufs Spiel zu setzen.

Ein zentrales Fazit der Veranstaltung war, dass die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen trotz der aktuellen Konflikte weiterhin von außergewöhnlicher Tiefe und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt sind. Gerade deshalb bleiben Dialog, Berechenbarkeit und verlässliche Regeln entscheidend. Die zentrale Herausforderung wird darin bestehen, legitime Sicherheits- und Wettbewerbsinteressen mit offenen Märkten und möglichst stabilen Rahmenbedingungen zu verbinden.

Der BGA wird sich auch weiterhin im Rahmen der TBI dafür einsetzen, die Interessen der deutschen Außenwirtschaft in den transatlantischen Dialog einzubringen und den Austausch mit Politik und Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks zu vertiefen.

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![](/fileadmin/user_upload/People_BGA_Farbe/People_BGA_2023/Marcus_Schwenke_02.jpg) **Marcus Schwenke**
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
[030 59 00 99 594](<tel:030 59 00 99 594>)
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