Das Kammer- und Verbandspartnerschaftsprojekt des BGA geht in die nächste Runde

Seit drei Jahren setzt sich der BGA für eine Stärkung des lokalen Kammernetzes in Peru ein. Das Projekt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird, verfolgt das Ziel einer grundlegenden institutionellen Stärkung privatwirtschaftlicher Strukturen in Peru. Diese gestärkten Institutionen sollen dabei insbesondere auch die unternehmerischen Rahmenbedingungen verbessern und damit die Wettbewerbsfähigkeit in den Projektregionen erhöhen. Ziel des Projektes ist einerseits die Fähigkeiten der Kammern als Interessensvertretung der Unternehmen zu stärken, andererseits die Entwicklung neuer Dienstleistungen sowie die Verbesserung der Organisations- und Prozessstrukturen zu fördern.

Intensive Zusammenarbeit mit PeruCamaras
Der BGA arbeitet intensiv mit PeruCamaras zusammen, einer Dachorganisation, die auf dem Prinzip einer freiwilligen Mitgliedschaft beruht und von der Handelskammer in Lima ins Leben gerufen wurde. Derzeit gehören ihr mehr als 60 Regionalkammern an. Mit Hilfe dieser Organisation wird versucht, den Regionen eine Stimme zu geben in einem Land, das durch eine zentralistische Regierungsführung geprägt ist. Unterstützt wird der BGA hierbei durch eine Expertin für Organisationsentwicklung, Beate Heimberger. Der BGA leitet damit auch einen entwicklungspolitischen Beitrag für das Land. Darüber hinaus ermöglicht es dem BGA, sein internationales Netzwerk substantiell und nachhaltig auszuweiten. Im August wurde dieses Projekt nun um drei weitere Jahre verlängert. Bei den Projektpartnern handelt es sich um die Dachorganisation PeruCamaras sowie den Regionalkammern in Piura und in Puno. Während die Zusammenarbeit mit der Kammer von Piura im Nordwesten des Landes schon drei Jahre andauert, wurde mit Puno ein neuer Partner in das Projekt aufgenommen. Die Kammer von Puno vertritt dabei die Interessen des andinen Hochlandes im Süden des Landes. Aber auch die Handelskammer von Lima konnte als Unterstützer des Projekts gewonnen werden.

Planungsworkshop in Peru
Vom 23. bis 25. Oktober fand in Lima die Auftaktveranstaltung für die zweite Projektphase statt. Zu diesem Anlass kamen der Präsident der Kammer von Piura, Ricardo Álvarez Elías, die Präsidentin von Puno, Vilma Enriquez Palma, die Präsidentin von PeruCamaras, Yolanda Torriani del Castillo, sowie der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer von Lima, José Rosas Bernedo, zusammen. In einer feierlichen Zeremonie wurden gemeinsam mit Gregor Wolf, der die fachliche Steuerung des Projekts übernommen hat, die Kooperationsvereinbarungen zwischen dem BGA und den Projektpartnern unterzeichnet. In den darauffolgenden Workshops wurden mit den Geschäftsführern der Kammern und unter Leitung der Langzeitexpertin Heimberger Arbeitspläne erarbeitet, aber auch Indikatoren zur Messung des Projektfortschritts und Projekterfolgs. Ein wichtiger Bestandteil ist die langfristige Erarbeitung von strategischen sowie operativen Plänen. Regelmäßige Abstimmung zwischen Präsidium, Geschäftsführung und Kammermitarbeitern gewährleistet deren Verabschiedung und Umsetzung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die umfassende Einbeziehung der Mitglieder in die Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse der Kammern, um somit institutionelle Stabilität und Legitimität zu garantieren.

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