Was bedeutet die neue Verordnung für die Energieverbrauchskennzeichnung?

Mit der neuen Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung werden auf europäischer Ebene einheitliche Vorgaben für die Energiekennzeichnung von Produkten sowie die Bereitstellung einheitlicher Produktinformationen zur Energieeffizienz, zum Verbrauch und zu anderen Ressourcen festgelegt. Mit der Verordnung wird der zukünftige Rahmen für die Kennzeichnung gesetzt, die abschließend nur noch die Klasse A - G aufweist. Damit verschwinden zukünftig die „Plusklassen“ und die Buchstaben A bis G decken wieder alle zulässigen Energieeffizienzklassen ab. Damit einher geht, dass bei Einführung eines neuen Etiketts die Klassen A und ggf. B für weitere technische Entwicklungen frei gehalten werden sollen. Erstmals wird mit der Verordnung auch die Kennzeichnung von Lagerware geregelt. Bisher galten die Anforderungen nur für neu in Verkehr gebrachte Produkte. Außerdem wird eine neue Produktdatenbank eingeführt. Die jetzige Verordnung löst die bisherige Richtlinie 2010/30/EU zur Energieverbrauchskennzeichnung ab. Mit der Verordnung wird auch die Grundlage für weitere Regelungen (sog. delegierte Rechtsakte) geschaffen, die für jede einzelne Produktgruppe die Details zu den Anforderungen an die Etiketten regelt. Die bisherigen Regelungen hierzu bleiben so lange weiter in Kraft, bis sie durch einen neuen delegierten Rechtsakt für die betreffende Produktgruppe aufgehoben werden. Allerdings gelten bestimmte Anforderungen und Änderungen der Rahmenverordnung ab sofort und müssen von Lieferanten und Händlern unverzüglich beachtet werden.

Positionspapier: Energieverbrauchskennzeichnung

Ass. jur. Michael Faber
Abteilungsleiter Umwelt und Energie
Telefon: 030 590099-551
E-Mail: Michael.Faber(at)bga.de

Zuständig für den Bereich Umwelt und Energie im BGA ist Michael Faber. Er befasst sich vor allem mit Abfall-, Stoff- und Energiepolitik, diese sind sehr stark durch europäische Vorgaben geprägt. REACH-VO sowie circular economy werden hier zukünftig eine große Rollespielen. Aber auch der politischeThemenbereich zum Schutz von Luft, Wasser und Boden beschäftigen den BGA und seine Mitglieder. Hier sind Vorgabender TA-Luft genauso relevant wie die Umsetzung der SevesoIII-Richtlinie