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title: Antworten auf unfairen Wettbewerb statt neuer Handelsbarrieren
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description: Staatliche Subventionen brauchen handelspolitische Gegenmaßnahmen.
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author: BGA
date: 2022-12-06
modified: 2026-09-01
keywords:
  - BGA
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# Antworten auf unfairen Wettbewerb statt neuer Handelsbarrieren

06.10.2026

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[ Antworten auf unfairen Wettbewerb statt neuer Handelsbarrieren ](https://bga.de/presse/pressemitteilung/antworten-auf-unfairen-wettbewerb-statt-neuer-handelsbarrieren/)
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**„Europa muss sich gegen unfairen Wettbewerb wehren können. Wo staatliche Subventionen nachweislich den Wettbewerb verzerren und europäische Unternehmen erheblich schädigen, sind handelspolitische Gegenmaßnahmen gerechtfertigt. Gleichzeitig dürfen neue Instrumente nicht zu mehr Abschottung führen und damit gerade der exportorientierten deutschen Wirtschaft schaden.Wir brauchen gezielte Antworten auf unfairen Wettbewerb statt neuer Handelsbarrieren“, so Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin anlässlich der deutsch-französischen Initiative zu Handelsschutzinstrumenten.**

„Die EU verfügt mit Antidumping- und Antisubventionsverfahren sowie dem Anti-Coercion Instrument bereits heute über wirksame Instrumente. Wer ein weiteres Instrument schaffen will, muss deshalb zeigen, welchen zusätzlichen Nutzen es bringt. Die bestehenden Prüfmaßstäbe dürfen weder umgangen noch abgesenkt werden.

Entscheidend muss das gesamtwirtschaftliche Interesse Europas sein. Niedrige Preise, hohe Produktionskapazitäten oder Marktanteilsverluste allein rechtfertigen keine Handelsbeschränkungen“, so Jandura.

Und weiter: „Der Schutz einzelner Wirtschaftszweige darf nicht dazu führen, dass Importeure, Weiterverarbeiter und Exporteure die Rechnung bezahlen. Gerade Deutschland kann sich eine Spirale neuer Handelsbarrieren nicht leisten. Unsere exportorientierte Wirtschaft und insbesondere der Mittelstand sind auf offene Märkte, internationale Lieferketten und wettbewerbsfähige Vorprodukte angewiesen. Wer Importe verteuert, verteuert häufig auch die Produktion in Deutschland und schwächt damit unsere Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten.“

„Das vorgeschlagene Diversifizierungsinstrument soll Lieferkettenkonzentrationen verringern. Hohe Importanteile aus einzelnen Ländern oder von einzelnen Unternehmen sind jedoch nicht automatisch ein Sicherheitsrisiko. Entscheidend sind verfügbare Alternativen. Neue Handelsabkommen und Rohstoffpartnerschaften müssen deshalb im Mittelpunkt stehen. Europa sollte gezielt gegen nachweislich unfairen Wettbewerb vorgehen. Handelsschutz muss die Ausnahme bleiben – regelgebunden, verhältnismäßig und im Interesse der europäischen Wirtschaft insgesamt“, so der Groß- und Außenhandelspräsident abschließend.

6\. Oktober 2026

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