EU-Data Act ist wichtiger Schritt für Data Economy
Das umfangreiche Gesetzespaket soll Unternehmen und der Bevölkerung künftig unter anderem Zugang zu Daten gewähren, die auch durch industriell und gewerblich genutzte Smart Devices erzeugt werden. Diese Daten können Unternehmen nutzen, um Services zu entwickeln oder Dienstleistungen zur Prozessoptimierung einzukaufen. In der vergangenen Woche hat der Bundestag die Umsetzung des EU-Data Acts beschlossen.
BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura dazu: „Europa muss in der Entwicklung seiner eigenen Data Economy viel aufholen. Die bisherige Entwicklung hin zu Datenmonopolen ist ein langfristiger Nachteil, besonders für den Mittelstand. Der EU-Data Act ist deshalb ein wichtiger Schritt, dessen Bedeutung noch unterschätzt wird. Er wird es dem Großhandel erlauben, sein Serviceangebot für Kunden weiter auszubauen. Gleichzeitig können Unternehmen stärker von der Nutzung selbst erzeugter Daten profitieren.“
Trotz seiner wünschenswerten Effekte gibt es auch Kritik und Forderungen nach Nachbesserungen. Dirk Jandura weiter: „Dass der EU-Data Act Daten nicht miteinschließt, die durch Software erzeugt werden, ist ein Anachronismus. Zudem nimmt der Gesetzgeber mit dem Data Act auch wirtschaftliche Risiken in Kauf. Aufgrund der fehlenden Zugriffsmöglichkeiten auf Hersteller außerhalb der EU werden Importeure von Smart Devices künftig wie Hersteller behandelt. Sie müssen sicherstellen, dass die Daten der von ihnen importierten Geräte zur Verfügung gestellt werden. Das kann für die betroffenen Unternehmen zum Risiko werden, da sie in der Regel keinen Zugriff auf diese Daten haben und hier stark von den Herstellern abhängig bleiben.“


Michael Nitsche
Abteilungsleiter Digitalpolitik
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 582
michael.nitsche@bga.de

EU-Data Act ist wichtiger Schritt für Data Economy
Umsetzung des Data Acts beschlossen.
mehr
SPD diskutiert Reformen
BGA im Austausch mit Bundestagsfraktion
mehr
neue Digitalisierungs- und Innovationsförderung
Gemeinsames Webinar von KfW und BGA
mehr
Kennzeichnungspflichten für KI-generierten Content
BGA Lunch Talk
mehr
Die neue Digitalisierungs- und Innovationsförderung der KfW
Gemeinsames Webinar der KfW und des BGA
mehr
Mitgliederversammlung der Forschungsvereinigung Großhandel am 22. September
Thomas Reichmann neu im Vorstand
mehr
Nur erhalten oder in die Zukunft investieren?
LOAD – Logistik, Optimierung, Automatisierung, Digitalisierung
mehr
LOAD 2025 - Bilder
Unter dem Motto "Moderne Infrastruktur: Nur erhalten oder in die Zukunft investieren?" genossen die vielen Gäste die vielseitige Veranstaltung.
mehr
BGA-Talk: Digitaler Euro
Mehr technologische Souveränität in Europa.
mehr
Wirtschaftlich ein Riese, forschungsseitig ein Zwerg
Warum der Großhandel mehr Forschung braucht
mehr
Digitalisierung der Wirtschaft, des Staates und geopolitischer Dialog
Delegationsreise des BGA nach Estland
mehr
BGA Webinar: Revolution statt Tradition
Verändeurng der Unternehmenskultur durch KI am Beispiel der GTAI
mehr
„Quo vadis, Großhandel"
Konferenz zu Software-Technologie im Großhandel im BGA
mehr
Wie verändert Künstliche Intelligenz die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland?
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Berlin vorgestellt
mehr
BGA-Webinar zu KI-Compliance mit hoher Teilnahme
Aufklärung über Chancen und Risiken
mehr
BGA begrüßt Absichten zu Freihandelsabkommen mit Indien
Das ist das richtige Zeichen zur richtigen Zeit.
mehr
Digitalisierung: Der Wahlkampf vermeidet die unangenehmen Fragen
Ein Kommentar von Michael Nitsche
mehr
DSAG und BGA fordern digitale Offensive für Wirtschaftsstandort Deutschland
Gemeinsame Pressemitteilung zur Bundestagswahl 2025
mehr
Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.
Gemeinsame digitalpolitische Forderungen der DSAG und des BGA an die kommende Bundesregierung.
mehr
Schäden halten sich noch in Grenzen
Die EU hatte Zeit, sich vorzubereiten.
mehr