Importförderung
Das Import Promotion Desk – eine Initiative des BGA
Bedeutung der Importförderung für die deutsche Wirtschaft
Der internationale Handel ist ein zentraler Motor der deutschen Wirtschaft. Während Exporte häufig im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, spielen auch Importe eine entscheidende Rolle für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und stabile Lieferketten. Unternehmen sind auf zuverlässige internationale Bezugsquellen für Rohstoffe, Vorprodukte und Dienstleistungen angewiesen, um ihre Produktion und ihr Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Gerade in einer zunehmend vernetzten Weltwirtschaft gewinnt die Diversifizierung von Lieferketten an Bedeutung. Neue Beschaffungsmärkte eröffnen Unternehmen zusätzliche Chancen, Risiken zu streuen und nachhaltige Partnerschaften aufzubauen. Importförderung trägt daher nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilität in Deutschland bei, sondern stärkt gleichzeitig die Integration von Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern in den globalen Handel.
Das Import Promotion Desk als zentrale Initiative
Das Import Promotion Desk (IPD) ist die deutsche Initiative zur Förderung nachhaltiger Importe aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Es wurde 2012 ins Leben gerufen und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Ziel ist es, den Zugang europäischer Unternehmen zu neuen internationalen Beschaffungsmärkten zu erleichtern und gleichzeitig Unternehmen aus Partnerländern beim Markteintritt in Europa zu unterstützen.
Das IPD fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Importeuren in Deutschland und Europa sowie exportorientierten kleinen und mittleren Unternehmen in den Partnerländern. Durch diese Vermittlungsfunktion trägt das Programm dazu bei, nachhaltige Handelsbeziehungen aufzubauen und langfristige wirtschaftliche Kooperationen zu fördern.
Unterstützung für Importeure in Europa
Der internationale Einkauf ist häufig mit hohen Informationskosten und Unsicherheiten verbunden. Das IPD unterstützt Unternehmen deshalb entlang des gesamten Beschaffungsprozesses – von der Identifizierung geeigneter Lieferanten bis hin zur Anbahnung konkreter Geschäftsbeziehungen. Ziel ist es, den Zugang zu neuen Märkten effizienter und risikoärmer zu gestalten.
Die ausgewählten Lieferanten werden sorgfältig geprüft und gezielt auf die Anforderungen des europäischen Marktes vorbereitet. Dadurch profitieren Importeure von verlässlichen Geschäftspartnern und erweitern gleichzeitig ihr Angebot an qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen.
Fokus auf nachhaltige Handelsbeziehungen
Ein zentrales Anliegen des IPD ist die Förderung nachhaltiger Lieferketten. Handelsbeziehungen werden gezielt so gestaltet, dass sie wirtschaftliche Entwicklung in den Partnerländern unterstützen und gleichzeitig den hohen Qualitäts-, Sozial- und Umweltstandards des europäischen Marktes entsprechen.
Durch diese Ausrichtung verbindet das IPD wirtschaftliche Interessen mit entwicklungspolitischen Zielen. Die Integration kleiner und mittlerer Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern in internationale Lieferketten schafft Arbeitsplätze, stärkt lokale Wertschöpfung und fördert eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung.
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit
Das IPD wird gemeinsam vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und der Entwicklungsorganisation sequa umgesetzt. Diese Partnerschaft verbindet wirtschaftliche Expertise mit entwicklungspolitischer Erfahrung und ermöglicht eine praxisnahe Förderung internationaler Handelsbeziehungen.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Branchenverbänden und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit entwickelt das IPD maßgeschneiderte Angebote für den internationalen Einkauf. So trägt das Programm dazu bei, nachhaltige Handelsstrukturen aufzubauen und gleichzeitig neue Chancen für Unternehmen auf beiden Seiten der Lieferkette zu schaffen.
Weitere Informationen unter www.importpromotiondesk.de

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Patrick Federl
Referent für Importförderung im Auftrag des Import Promotion Desk (IPD)
10117 Berlin

Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
10117 Berlin
Die internationale Handelspolitik ist von zentraler Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund setzt sich Herr Schwenke im BGA für einen offenen, globalen und regelbasierten Handel ein. Er engagiert sich insbesondere für den Abschluss neuer Handelsabkommen, eine Stärkung und Reform der WTO sowie für die Verteidigung offener Märkte gegenüber dem weltweit zunehmenden Protektionismus. Neben der Handelspolitik verantwortet er im BGA außerdem die Abteilungen Entwicklungszusammenarbeit und Projekte.