DG Haustechnik 1. Quartal 2026:
Der zunächst weiterhin sehr schwierige Jahresstart im Januar und Februar drehte durch einen erfreulich guten März – kumuliert für das erste Quartal – noch ins Positive gegenüber dem Vergleichsquartal 2025. Mit einem Umsatzplus von 1,9 % ist dies ein Lichtblick, wie aus der anonym durchgeführten Ergebnisabfrage unter den Mitgliedsunternehmen des DG Haustechnik hervorgeht.
Insbesondere in den Bereichen Heizung (+12,5 %) und Installation (+10,2 %) ist im März ein deutlicher Zuwachs gegenüber März 2025 zu verzeichnen. Auch der Bereich Sanitär legte leicht um +3,5 % zu.
Dies könnte ein echter Hoffnungsschimmer sein, wären in den vergangenen Wochen durch die weltpolitischen Ereignisse nicht neue große Sorgen mit Blick auf die weitere Konjunkturentwicklung hinzugekommen. Eine Preisentwicklung, insbesondere getrieben durch Rohstoffpreise sowie mögliche Probleme bei der Versorgungssicherheit, ist bereits jetzt spürbar.
Dazu Johannes M. Börner, 1. Vorsitzender des DG Haustechnik: „Auch wir im deutschen Haustechnik-Großhandel müssen uns nun erneut auf große Herausforderungen einstellen. Diese betreffen nicht nur uns, sondern die gesamte Wirtschaftskette. Extrem gestiegene Transportkosten – wir sind ein wichtiger Teil der Logistikkette der Branche – sowie die zunehmend spürbare Teuerungswelle bei Produkten belasten bereits jetzt erheblich den Ertrag. Für die Baubranche insgesamt verheißt dies nichts Gutes.
Das von der Politik angestrebte Ziel, das Bauen preiswerter zu gestalten, dürfte damit wieder in weite Ferne rücken. Welche Auswirkungen dies auf Investoren hat, bleibt ebenfalls schwer einschätzbar. Und der zögerliche Handlungswille der Regierung – erinnert sei an den aktuell weiterhin fehlenden Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz – hilft der Branche nicht. So gern wir von neuem Optimismus innerhalb unserer Branche sprechen würden: Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen dies derzeit einfach nicht zu.“
Pressemeldung des DG Haustechnik vom 21. April 2026
