BGA: Deutscher Außenhandel im risikoreichen Umfeld
"Die Weltkonjunktur ist belastet durch den Handelskonflikt zwischen den größten Volkswirtschaften USA und China und den damit verbundenen Risiken. Noch sind die Exporte stabil, aber die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung mehren sich. Lediglich der Anstieg der Importe ist in diesem Zusammenhang eine gute Nachricht, denn er signalisiert einen robusten Konjunkturverlauf hierzulande.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.
Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für November 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 116,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Mit einem Warenwert von 95,7 Milliarden Euro sind die deutschen Importe jedoch erneut gestiegen, im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,5 Milliarden Euro ab.
„Besonders der Brexit, der mit jedem Tag näher rückt und immer noch keine Einigung vorweisen kann, verunsichert ungemein. Das spiegelt sich auch in unseren Exporten nach Großbritannien wider, die stark zurückgegangen sind. Umso mehr hoffen wir, dass Premierministern May in der kommenden Woche eine parlamentarische Mehrheit für den ausgehandelten Brexit-Deal bekommt“, so Bingmann abschließend.
1, Berlin, 9. Januar 2019
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Dr. Holger Bingmann

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