Entwicklungszusammenarbeit mit der Außenwirtschaft eng verzahnen
Verbindungen zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Groß- und Außenhandel stärken.
Der BGA setzt sich für eine enge Verzahnung zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaft ein. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Weltordnung im Wandel ist, ist eine strategische Zusammenarbeit zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaft wichtiger denn je. Gemeinsam mit Partnern ist mit der Errichtung des Import Promotion Desk der Einstieg in die entwicklungspolitische Einfuhrförderung gelungen.
Zudem unterstützt ein sogenannter Business Scout for Development den BGA bei wirtschaftlichem Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern. BGA-Mitglieder werden zu den Förder – und Finanzierungsinstrumenten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie zu Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette, über entwicklungspolitische Programme und Projekte von Ministerien und multilateralen Geldgebern informiert.
Entwicklungszusammenarbeit zur Diversifikation von Lieferketten
Für Handelsunternehmen ist es wichtig, Lieferketten zu diversifizieren. Auf diese Weise minimieren Unternehmen Risiken und stärken die Resilienz. Der BGA unterstützt Partner entlang der gesamten Lieferkette. So setzt der BGA aktuell in Kooperation mit der sequa, der Entwicklungsorganisation der Deutschen Wirtschaft, ein Projekt zur Stärkung der Leistungsfähigkeit von Frucht- und Gemüseverbänden in Ghana um. Zudem bündelt der BGA im Hinblick auf Afrika seine Aktivitäten im Rahmen der Subsahara-Afrika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) gemeinsam mit dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK) und dem Afrika Verein (AV).
Bei der Erschließung von neuen Märkten begleitet der Business Scout die Entwicklung von Projekten und Innovationen. So zeigt der Business Scout Unternehmen, wie sie daran mitwirken können, Zollverfahren in Entwicklungsländern zu beschleunigen. Außerdem vermittelt der Business Scout bei der Erschließung von neuen Märkten Kontakte zu Ansprechpartnern in Entwicklungs- und Schwellenländer, Ministerien und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit.
Die regelbasierte Ordnung und der freie Handel werden in Frage gestellt.
Mehr und mehr Staaten hinterfragen in diesem Jahrzehnt den freien Handel und die regelbasiere Ordnung. Während alte Allianzen fragiler werden, entstehen neue Machtzentren. In dieser sich im Umbruch befinden Welt spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Vertrauen ist entscheidend für den Handel. Und genau hier liegt die große Stärke der Entwicklungszusammenarbeit. In über sechzig Jahren hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weltweit Vertrauen aufgebaut. Dieses vertrauensvolle Netzwerk schafft Einfluss, der für die Diversifizierung von Lieferketten und den freien Handel maßgeblich ist.
Verbindungen zwischen Entwicklungszusammenarbeit und den Leistungen des Außenhandels wichtiger denn je
Ob Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette, Handelserleichterung oder Importförderung: Die Verbindungen zwischen der Entwicklungszusammenarbeit und den Leistungen des Groß- und Außenhandels sind vielfältig. Und sie sind angesichts der geopolitischen Herausforderungen in diesem Jahrzehnt wichtiger denn je.

BGA und Partners in Transformation setzen Lieferantentrainings fort
Wichtiger Beitrag um Standards zu verstehen und umzusetzen
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Menschenrechts- und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten
neuer eLearning-Kurs für Produzenten
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Weiteres Lieferantentraining startet Ende Juni
Teilnehmer sind Produzenten aus den Ländern des westlichen Balkans
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Anna Peter
Beraterin Entwicklungskooperation im Auftrag des BMZ
10117 Berlin
Anna Peter ist im Auftrag des BMZ in den BGA entsandt, um zu einer engeren Verzahnung zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung beizutragen. Durch Informationsaustausch, Arbeitskontakte und gemeinsame Veranstaltungen wird die Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit vertieft. Zudem ist Anna Peter Teil der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE). Die AWE ist der erste Ansprechpartner für die Wirtschaft, wenn sie mit der Entwicklungszusammenarbeit kooperieren und in nachhaltige Geschäftsmodelle investieren möchte.

Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
10117 Berlin
Die internationale Handelspolitik ist von zentraler Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund setzt sich Herr Schwenke im BGA für einen offenen, globalen und regelbasierten Handel ein. Er engagiert sich insbesondere für den Abschluss neuer Handelsabkommen, eine Stärkung und Reform der WTO sowie für die Verteidigung offener Märkte gegenüber dem weltweit zunehmenden Protektionismus. Neben der Handelspolitik verantwortet er im BGA außerdem die Abteilungen Entwicklungszusammenarbeit und Projekte.