BGA und Partners in Transformation setzen Lieferantentrainings fort
Der BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. und einige Programme der Partners in Transformation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzen im Jahr 2026 ihre gemeinsamen Lieferantentrainings fort. Ziel ist es, Produzenten in BMZ-Partnerländern gezielt auf die wachsenden Anforderungen internationaler Märkte und nachhaltiger Lieferketten vorzubereiten.
Im Rahmen der Trainingsreihe erfahren Zulieferunternehmen praxisnah, wie sie menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten entlang ihrer Lieferketten implementieren und die gesetzlichen Vorgaben in Europa – etwa durch die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) – umsetzen können. Damit wird nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, sondern auch die Basis für stabile, langfristige Geschäftsbeziehungen zwischen europäischen Unternehmen und ihren Lieferanten gelegt.
Die Trainings sind modular aufgebaut:
- Einführungsmodul: Grundlegende Anforderungen der Nachhaltigkeitsgesetzgebung und ihre praktische Bedeutung.
- Vertiefungstraining: Individuelle Risikoanalyse, Entwicklung von Aktionsplänen und Verhaltenskodizes.
- Austauschmodul: Erfahrungsaustausch vor Ort zwischen Teilnehmenden, um praxisnahe Lösungen zu diskutieren.
„Die Lieferantentrainings leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Produzenten in Partnerländern die wachsenden Anforderungen an soziale und ökologische Standards verstehen und umsetzen können“, sagt Marcus Schwenke, Abteilungsleiter Außenhandelspolitik, Importförderung, Entwicklungszusammenarbeit, Projekte beim BGA. „Nur wenn lokale Zulieferer frühzeitig befähigt werden, diese Standards zu erfüllen, können internationale Lieferketten resilienter werden und Handelspartner auf globaler Ebene wettbewerbsfähig bleiben.“
Die Finanzierung der Trainings ist durch das BMZ gesichert, was die Bedeutung der Initiative unterstreicht. Die vollständige Förderung ermöglicht es, das Angebot für Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern kostenfrei zugänglich zu machen – ein entscheidender Faktor für die breite Wirkung des Programms.
„Wir freuen uns sehr, dass die Fortführung der Lieferantentrainings ermöglicht wurde und die Finanzierung gesichert ist“, ergänzt Schwenke. „Dies zeigt, wie wichtig es ist, in partnerschaftliche Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu investieren, um nachhaltige und stabile Lieferbeziehungen von Anfang an zu stärken.“
Die Trainingsreihe wurde ursprünglich im Rahmen einer Pilotphase im südlichen Afrika gestartet und soll in diesem Jahr im Kosovo sowie in den Regionen Südamerika, Asien und im südlichen Afrika stattfinden. Unternehmen aus Deutschland und Europa werden über das Angebot informiert, sobald die Termine und Anmeldeinformationen feststehen und können dann das Angebot an ihre Geschäftspartner in den Regionen weiterleiten.
Wesentlicher Bestandteil der Trainings werden Erfahrungsberichte von deutschen und europäischen Unternehmen sein, die ökologische und soziale Standards entlang der Lieferkette umgesetzt haben. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, direkt darauf zu reagieren und ihre Fragen an das Unternehmen zu adressieren.
Hintergrund:
Partners in Transformation ist die Bündelung von Programmen des BMZ zur Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor. Es vereint unterschiedliche Angebote, die Unternehmen, Verbände und Produzenten in Partnerländern dabei unterstützen, nachhaltige Geschäftspraktiken zu etablieren sowie neue Märkte zu erschließen.


Anna Peter
Beraterin Entwicklungskooperation im Auftrag des BMZ
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 597
business-scout@bga.de

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