Ananas, Süßkartoffeln, Software, Biokohle – und ein Kindergarten.
Was haben diese Dinge gemeinsam?
Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Davon konnte sich Marcus Schwenke, Abteilungsleiter Entwicklungszusammenarbeit + Projekte, bei seinem Besuch in Ghana in dieser Woche überzeugen.
Im Rahmen einer Fortschrittsprüfung besuchte er das PartnerAfrica-Projekt des BGA, das darauf ausgerichtet ist, die Exportfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit lokaler landwirtschaftlicher Betriebe und Unternehmen zu stärken und nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen.
Besonders deutlich wird dabei, wie verschiedene Ansätze ineinandergreifen: Bessere Produkte und Zugang zu internationalen Märkten.
Landwirte, die Ananas, Süßkartoffeln und verarbeitete Maniokprodukte erzeugen, werden dabei unterstützt, die Anforderungen internationaler Märkte zu erfüllen. Zum Einsatz kommen unter anderem verbessertes Pflanzmaterial und digitale Softwarelösungen, die Produktion und Vermarktung unterstützen.
Mehr wirtschaftliche Chancen für Frauen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Unternehmerinnen in der Lebensmittelverarbeitung. Der Aufbau eines Verbandes schafft ein stärkeres Netzwerk und eine Plattform für Kooperation und weiteres Unternehmenswachstum.
Gleichzeitig zeigt sich, dass wirtschaftliche Teilhabe häufig von ganz praktischen Rahmenbedingungen abhängt. Deshalb unterstützt das Projekt auch den Bau eines Kindergartens. Er soll Frauen mit kleinen Kindern den Zugang zu Beschäftigung erleichtern. Der Bau hat inzwischen die Rohbauphase erreicht.

Aus Reststoffen wird Wertschöpfung
Auch bei den Kokosnussschalen wird Kreislaufwirtschaft praktisch umgesetzt. Was bislang als Abfall angefallen ist, wird mittels professioneller Pyrolyse zu Biokohle verarbeitet. So entsteht eine neue Geschäftsmöglichkeit und gleichzeitig ein geschlossener Kreislauf: Der Biokohle kann wieder auf landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt werden und zur Verbesserung der Bodenqualität beitragen.

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit mit der Privatwirtschaft gestaltet werden kann: praxisnah, unternehmerisch und mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Perspektiven, die über die Laufzeit des Projekts hinausreichen.
Der Besuch von Marcus Schwenke in Ghana hat die positiven Fortschritte des Projekts vor Ort sichtbar gemacht und unterstrichen, welches Potenzial in der Verbindung von Entwicklungszusammenarbeit und privatwirtschaftlichem Engagement liegt.


Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 594
marcus.schwenke@bga.de


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