Europas Wirtschaft stärken – jetzt müssen auf Worte Taten folgen
„Die Wirtschaft Europas anzukurbeln, muss ‚Priorität Nummer eins sein. Entscheidend ist jetzt, dass aus dieser richtigen Priorität konkrete Politik wird. Europa braucht keine weitere Bestandsaufnahme, sondern messbare Ergebnisse: weniger Bürokratie, weniger Hemmnisse im Binnenmarkt, wettbewerbsfähige Energiepreise und neue Handelschancen. Die Politik muss den Unternehmen wieder mehr Freiraum für Investitionen und Wachstum verschaffen“, erklärt Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heutigen Rede zur Lage der Union von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Jandura weiter: „Besonders positiv bewerte ich den Vorschlag, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen. Das wäre ein starkes Signal für ein Europa, das seine wirtschaftlichen und politischen Partnerschaften ausbaut. Gerade angesichts geopolitischer Spannungen braucht Europa mehr verlässliche Partner und neue Handelschancen. Gleichzeitig muss die Kommission dafür sorgen, dass bestehende Handelsabkommen unbürokratisch nutzbar sind und Unternehmen bei der Diversifizierung ihrer Lieferketten unterstützt werden. Wirtschaftliche Unabhängigkeit entsteht durch mehr Partner und mehr Handel – nicht durch Abschottung.“
„Mit Blick auf die angekündigte Ausbalancierung der Handelsbeziehungen zu China und die Ankündigung, dafür ‚all tools at our disposal‘ zu nutzen, gilt: Ausgewogene Handelsbeziehungen dürfen nicht mit neuen Handelsbarrieren erkauft werden. Der Industrial Accelerator Act darf nicht zum Einfallstor für neuen Protektionismus werden. Pauschale ‚Made in Europe‘- oder Local-Content-Vorgaben würden Lieferketten verteuern und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen schwächen. Europa braucht stattdessen offene Märkte, wettbewerbsfähige Lieferketten und mehr Diversifizierung“, so Jandura abschließend.
16. September 2026


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