BGA-Unternehmertag: Großhandel mahnt vor Kanzler Merz Reformen für Mittelstand an
Unter dem Motto „Systemrelevant.“ hat der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin seinen Unternehmertag veranstaltet. Im Mittelpunkt standen die schwierige wirtschaftliche Lage des Mittelstands, die zunehmenden geopolitischen Spannungen und die Frage, wie Deutschland wieder wettbewerbsfähiger werden kann. Zu den Gästen gehörte Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich in seiner Rede den aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen und den notwendigen Reformen für den Standort Deutschland widmete.
„Der Weg zu mehr Resilienz in Deutschland und Europa führt nicht über Abschottung, sondern über mehr Partnerschaften. Ein starker europäischer Binnenmarkt macht uns auch international stärker“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. „Wir haben allen Grund, stolz auf unser Land zu sein. Wir wollen wieder modern und fortschrittlich werden.“
BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura machte deutlich, dass die mittelständisch geprägten Unternehmen des Groß- und Außenhandels dringend bessere Rahmenbedingungen brauchen. Nach Jahren wirtschaftlicher Schwäche, hoher Kosten und zunehmender Regulierung muss die Bundesregierung die angekündigten Reformen nun konsequent umsetzen.
„Wir sind der Mittelstand. Wir sind systemrelevant. Wer die Axt an den Mittelstand legt, vernichtet Tausende Arbeitsplätze und gefährdet die wirtschaftliche Substanz unseres Landes“, sagte Jandura.
Auch in der Handelspolitik forderte der BGA-Präsident mehr Tempo: „Wir brauchen mehr und vor allem schneller abgeschlossene Handelsabkommen. Europa muss eine Allianz für offenen Handel schmieden – mit allen Partnern, die weiter auf offene Märkte und regelbasierten Handel setzen.“
Mit dem Motto „Systemrelevant.“ rückte der BGA die zentrale Rolle des Groß- und Außenhandels sowie der unternehmensnahen Dienstleistungen für Wirtschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Die Unternehmen sichern Lieferketten, versorgen Industrie, Handwerk und Handel und verbinden Deutschland mit den internationalen Märkten.
Über die außen- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen diskutierten hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und internationaler Politik. Dazu gehörten unter anderem Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Nils Schmid, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Johannes Steiniger sowie der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki und Andreas Audretsch, Stv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft offener Märkte in einer zunehmend von Handelskonflikten und Protektionismus geprägten Welt sowie die Reformen, die notwendig sind, um den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen.
Der BGA vertritt als Spitzenverband die Interessen des Groß- und Außenhandels sowie unternehmensnaher Dienstleistungen in Deutschland. Die Wirtschaftsstufe verbindet Hersteller und Märkte, organisiert Warenströme und Lieferketten und ist damit ein zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Infrastruktur Deutschlands.
15. September 2026


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