03.09.2026

Statement zur wirtschaftlichen Lage nach dem ersten Halbjahr 2026

Die deutsche Wirtschaft bewegt sich weiter seitwärts knapp über der 0-Prozentmarke. Laut statistischem Bundesamt lag das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2026 preisbereinigt um 0,9 Prozent höher als im Vorjahresquartal (2/2025) und ist auch im Vergleich zum ersten Quartal 2026 (preis-, saison- und kalenderbereinigt) um 0,2 Prozent gestiegen. Aufwärtstendenzen sind u.a. bei Produktion und Dienstleistungen zu sehen. Das zeigt sich auch im freien Automotive Aftermarket. Zwar ist das erste Halbjahr 2026 volatil, aber im Zeichen des Wachstums. Auch wenn die Besitzumschreibungen im ersten Halbjahr 2026 leicht im Minus (z.B. 2,4 Prozent bei Pkw und 2,1 Prozent bei Lkw) sind, wird weiterhin viel repariert. Der Fuhrpark wächst weiter und wird im Durchschnitt älter. Dazu kommt, dass die Menschen, auch in Großstädten, überwiegend auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, um ihren Alltag bewältigen zu können. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen der GVA-Mitgliederbefragung zur wirtschaftlichen Lage nach dem ersten Halbjahr 2026. Die GVA-Mitglieder sind mit Blick auf die vielen Unsicherheiten gesamtwirtschaftlich skeptisch. Über 50 Prozent bewerten die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands im ersten Halbjahr 2026 „schlecht“. Der Blick auf die Branche ist indes deutlich positiver. Fast 75 Prozent der GVA-Mitglieder (Industrie leicht höher als Handel) konnten im ersten Halbjahr 2026 höhere Umsätze erzielen als im ersten Halbjahr 2025. 

Ähnlich positiv sind die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr 2026. Unterm Strich ist der freie Autoteile-Handel im ersten Halbjahr 2026 trotz schwachem Jahresstart (aufgefangen durch massive Nachholeffekte) nominal um 4,2 Prozent gewachsen. „Die Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 zeigen, dass der freie Markt Mobilitätsgarant ist und bleibt. Millionen Menschen vertrauen täglich der Arbeit der innovativen Akteure des freien Marktes. Der GVA wird sich weiter dafür einsetzen, dass die Millionen Autofahrer weiterhin von ihrer Wahlfreiheit bei Wartung und Reparatur profitieren können und somit nicht weiter belastet werden.“, bewertet GVA-Präsident Thomas Vollmar die Zahlen zum ersten Halbjahr 2026.

GVA-Pressemitteilung (Auszug) vom 11. August 2026