Außenhandel übertrifft Vorkrisenniveau, Lage bleibt aber weiter angespannt
Dies ist angesichts des nach wie vor schwierigen Umfelds besonders bemerkenswert. Es unterstreicht einmal mehr, wie robust und anpassungsfähig die deutschen Außenhändler sind.“ Dies erklärt Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.
Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für August 2021 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 104,4 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 14,4 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 93,8 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 18,1 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 10,7 Milliarden Euro ab.
„Es bleiben aber weiterhin nationale und internationale Risiken, die diese Entwicklung eintrüben könnten. Nach wie vor kämpfen unsere Unternehmen mit der internationalen Logistik. Steigende Frachtpreise und ein Mangel an Containern erschweren das internationale Geschäft und lassen die Preise für alle Marktakteure in die Höhe steigen. Auch die Rohstoffknappheit macht den Unternehmen immer noch zu schaffen“, so Jandura. „Leider hat das Thema Außenwirtschaft im Wahlkampf absolut keine Rolle gespielt. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung dieses Thema wieder mit Leben füllt. Kleine und mittlere Unternehmen dürfen nicht in Bürokratie ertrinken, sondern müssen in der Lage sein, weltweit unbeschränkt Handel treiben zu können. Der Wohlstand Deutschlands, aber auch der der EU hängen von einer starken Außenwirtschaft ab. Wir brauchen wieder mehr Tempo und weniger Hürden“, so Jandura abschließend.
20, Berlin, 8. Oktober 2021


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