BGA: Die G20 müssen jetzt liefern – EU schreitet voraus mit Unterzeichnung des Vietnamabkommens
Wir erwarten, dass sich die Staats- und Regierungschefs auf dem G20-Gipfel endlich zusammenraufen und auf konkrete Vorschläge einigen, die verhindern, dass der Welthandel weiter ins Chaos abgleitet. Angesichts der schlechten Aussichten für die globale Wirtschaft dürfen die großen Staaten nicht tatenlos zusehen, wie überall wieder Handelsbarrieren errichtet werden. In erster Linie brauchen wir eine gemeinsame Linie für eine Reform der Welthandelsorganisation WTO, die dem regelbasierten Handel und dem Prinzip der friedlichen Streitschlichtung wieder Geltung verschafft.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum G20-Gipfel in Osaka.
„Mit Blick auf die aktuellen Handelskonflikte ist es richtig, dass die EU ihre eigenen Wege geht und mit der Öffnung neuer Märkte für europäische Unternehmen voranschreitet. Ein wichtiges Puzzlestück der weiteren Handelsliberalisierung ist das Freihandelsabkommen mit Vietnam, das jetzt am Wochenende unterzeichnet wird. Das Abkommen wird den Warenaustausch beider Regionen erheblich steigern, indem die Zölle auf 99 Prozent der Waren über einen Zeitraum von zehn Jahren gesenkt und weitere Handelshemmnisse beseitigt werden“, so Bingmann abschließend.
24, Berlin, 28. Juni 2019
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Dr. Holger Bingmann

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