Geschäftserwartungen sinken auf Corona-Niveau
„Wir Großhändler blicken mit Sorge auf Herbst und Winter. Die Sorgen bezüglich der Energieversorgung und der Energiepreise sind überdeutlich. Drei von vier Unternehmen drücken steigende Preise. Der BGA-Großhandels-Klimaindikator ist um fast 15 Punkte auf 95 Punkte eingebrochen und zeigt eine skeptische Konjunkturbewertung. Dass Druck im Kessel bleibt, zeigen vor allem die Geschäftserwartungen. Diese haben sich dramatisch verfinstert. Sie haben um fast 26 Punkte nachgegeben und liegen bei nur noch 76 Punkten - fast wieder so niedrig wie nach Beginn der Corona-Pandemie“, erläutert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) bei der heutigen Vorstellung der BGA-Unternehmerbefragung.
„Wir können unsere ohnehin schon verhaltene Einschätzung für die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes so nicht mehr beibehalten. Mit Blick auf die anhaltend gestörten Lieferketten und die preisbedingten Kostenbelastungen rechnen wir für dieses Jahr mit einer Abschwächung des Wachstums auf rund 1 ½ Prozent, nach 2,6 Prozent im Jahr 2021. Insgesamt ein schwacher Wert“, konstatiert der Großhandelspräsident.
Jandura weiter: „Aus der Umfrage geht hervor: Die Unternehmen wünschen sich einen mutigeren Staat. Sie sehen kurzfristig dringenden Handlungsbedarf bei der Entlastung bei Steuern und Abgaben. Dies vertritt fast jeder zweite Befragte. Wir brauchen eine stabile, sichere und bezahlbare Energieversorgung, für Wirtschaft und Verbraucher. Freihandel muss die tragende Säule bleiben. Das Lieferkettengesetz muss ausgesetzt werden und wir müssen den Arbeitskräftemangel in den Griff bekommen.“
Abschließend betont der BGA-Präsident: „Was wir aber nicht brauchen, sind neue Belastungen oder sogar Steuererhöhungen. Die Debatte um eine Übergewinnsteuer halte ich für absurd. Denn der größte Krisengewinner ist – mit Blick auf die Steuereinnahmen – der Staat.“
Die Unternehmen des Großhandels sind bislang robust durch die Krise gekommen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist der Großhandel eine starke und zuverlässige Wirtschaftsstufe geblieben. Für Jandura ist das ein Beleg der enormen Anstrengungen und der hohen Anpassungsfähigkeit der klein- und mittelständisch geprägten Unternehmen in diesen schwierigen Monaten.
Berlin, der 31. August 2022


Dieser Sozialstaat bremst uns aus
Ich fordere die Bundesregierung auf, mutige Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie wehtun.
mehr
Endlich ein Schritt voran
Freihandelsabkommen helfen Europa, in dieser Lage besser zu bestehen.
mehr
Zweite Zeitenwende – jetzt den Koalitionsvertrag anpassen
Neue Partnerschaften und zusätzliche Freihandelsabkommen müssen jetzt Vorrang haben.
mehr
Scheitern des Mercosur-Abkommens ist ein absolutes Desaster
Mercosur-Abkommen sollte trotzdem vorläufig in Kraft treten.
mehr
Trump sägt am Ast, auf dem er sitzt
Starker Rückgang des Exports in die USA
mehr
Die Zollankündigung ist grotesk
Wir stehen an der Seite von Dänemark.
mehr
Deutschen Sonderweg beim Lieferkettengesetz beenden
Deutschland steckt in der längsten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik.
mehr
Großhandel in der Krise
BGA fordert strukturelle Reformen
mehr
MERCOSUR ist echter Meilenstein
Das gibt Rückenwind für weitere Abkommen.
mehr
Exportflaute verschärft Handlungsdruck
BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura zu den Außenhandelszahlen
mehr
Ein Jahr der Ernüchterung
BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura im Jahresrückblick
mehr
Mercosur: Chance verpasst
Nach einem Jahr voller schlechter wirtschaftlicher Nachrichten hätte dieses Abkommen ein dringend benötigtes positives Signal sein können.
mehr
Mercosur darf nicht scheitern
Bundeskanzler Merz hat bei seinem Einsatz in Brüssel unsere volle Rückendeckung.
mehr
Weiter keine Erholung im Export
Stärker auf den Binnenmarkt setzen.
mehr
Das Rentenpaket ist ein ungedeckter Scheck
Jetzt braucht es eine echte Reform.
mehr
EUDR-Einigung ist dringend benötigtes Signal
Diese Botschaft ist endlich angekommen.
mehr
29 Verbände fordern: Koalitionsversprechen umsetzen – modernes Arbeitszeitrecht schaffen!
Die Verbände machen deutlich, dass Unternehmen wie auch Beschäftigte angesichts des Wandels der Arbeitswelt mehr Flexibilität brauchen und wünschen.
mehr
Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) tritt BGA bei
Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) tritt zum 1. Januar dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) bei.
mehr
Abstimmung zum Rentenpaket verschieben
Wir müssen uns in Deutschland endlich den Realitäten stellen.
mehr
EUDR: Schritt in die richtige Richtung
Bürokratie ist immer noch auf Platz 1 der Belastungen der deutschen Unternehmer.
mehr