Zur heutigen Einigung innerhalb der Bundesregierung auf ein Lieferkettengesetz erklärt BGA-Präsident Anton Börner:
"Zwar sind viele der völlig überzogenen und praxisfernen Forderungen in der jetzigen Einigung zum Lieferkettengesetz nicht mehr enthalten. Doch den Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist nur dann geholfen, wenn sich Investoren und Unternehmen aus Sorgen vor unkalkulierbaren Risiken nicht zurückziehen, sondern vor Ort an der Verbesserung der Lebensbedingungen mitwirken können. Die bisher veröffentlichten Eckpunkte der Einigung lassen noch viele Fragen offen. Es bleibt zu hoffen, dass die Ausgestaltung der Einigung nicht dazu führen wird, dass die Lieferketten auf möglichst wenige, leichter zu kontrollierende Vorlieferanten beschränkt werden.
Die Menschenrechte müssen selbstverständlich von allen geachtet werden. Zunächst ist dies hoheitliche Aufgabe des Staates, zu der auch die Unternehmen ihren Beitrag leisten und für ihr eigenes Handeln geradestehen müssen. Unternehmen können aber nicht überall dort einspringen, wo der Staat scheitert.
Dieser nationale Alleingang muss ein Ende haben, sobald es eine entsprechende Verordnung auf europäischer Ebene gibt, die gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle europäischen Unternehmen schafft. Ebenso ist geboten, dass der Staat, beispielsweise bei seinen eigenen öffentlichen Ausschreibungen und auch bei denen der KfW, mit gutem Beispiel vorangeht und Nachhaltigkeitskriterien verstärkt berücksichtigt."
Berlin, 12. Februar 2021

Anton F. Börner

Außenhandel schwächelt weiter – BGA fordert Kurskorrektur der Regierung
mehr
EU fördert Protektionismus
Der Industrial Accelerator Act setzt falsche Impulse.
mehr
Krise in der Golf-Region
Wenig Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft
mehr
USA-Reise: Ungewissheit beenden
Es geht um Planungssicherheit für unsere exportorientierten Unternehmen.
mehr
Das Tariftreuegesetz schafft zusätzliche Bürokratie
Die Soziale Marktwirtschaft raucht wieder mehr Raum
mehr
China-Reise: Dialog ist wichtig
Wir müssen in einen fairen Wettbewerb treten.
mehr
BGA und Partners in Transformation setzen Lieferantentrainings fort
Wichtiger Beitrag um Standards zu verstehen und umzusetzen
mehr
Für freien Handel: „Handels-NATO“ als Antwort auf Zölle
Die Ergebnisse der BGA-Außenhandelsumfrage
mehr
Europa darf nicht länger zaudern
Dirk Jandura zur Klausurtagung der EU-Staatschefs
mehr
Exportbilanz zeigt strukturelle Schwäche
Unternehmen brauchen Verbesserungen in dem Rahmenbedingungen
mehr
Dieser Sozialstaat bremst uns aus
Ich fordere die Bundesregierung auf, mutige Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie wehtun.
mehr
Endlich ein Schritt voran
Freihandelsabkommen helfen Europa, in dieser Lage besser zu bestehen.
mehr
Zweite Zeitenwende – jetzt den Koalitionsvertrag anpassen
Neue Partnerschaften und zusätzliche Freihandelsabkommen müssen jetzt Vorrang haben.
mehr
Scheitern des Mercosur-Abkommens ist ein absolutes Desaster
Mercosur-Abkommen sollte trotzdem vorläufig in Kraft treten.
mehr
Trump sägt am Ast, auf dem er sitzt
Starker Rückgang des Exports in die USA
mehr
Die Zollankündigung ist grotesk
Wir stehen an der Seite von Dänemark.
mehr
Deutschen Sonderweg beim Lieferkettengesetz beenden
Deutschland steckt in der längsten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik.
mehr
Großhandel in der Krise
BGA fordert strukturelle Reformen
mehr
MERCOSUR ist echter Meilenstein
Das gibt Rückenwind für weitere Abkommen.
mehr
Exportflaute verschärft Handlungsdruck
BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura zu den Außenhandelszahlen
mehr