BGA warnt vor Verminung der Straße von Hormus
„Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten des Welthandels. Wenn dort auch nur der Verdacht auf mögliche Verminungsversuche vorhanden ist, geraten Energiepreise, Transportkosten und Lieferketten weiter unter Druck. Ein großer Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert diese Meerenge – jede Störung wirkt deshalb wie Sand im Getriebe der globalen Wirtschaft. Freie und sichere Seewege sind die Grundvoraussetzung für offenen Handel. Sollte es dort tatsächlich Minen geben, müssen diese schnellstmöglich geräumt werden. Die internationale Handelsschifffahrt darf nicht zum Spielball geopolitischer Konflikte werden“, kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die aktuelle Lage in der Golfregion.
Jandura weiter: „Alle Maßnahmen, die die Sicherheit ziviler Handelsschiffe und die Offenhaltung zentraler Seewege gewährleisten, sind grundsätzlich zu begrüßen. In besonders angespannten Lagen kann dazu auch ein defensiver militärischer Schutz von Frachtschiffen gehören. Entscheidend ist, dass solche Maßnahmen klar auf den Schutz der Schifffahrtsfreiheit ausgerichtet sind.“
„Auch eine mögliche Beteiligung der Bundesmarine an internationalen Schutz- oder Begleitmissionen ist aus unserer Sicht denkbar, sofern diese in ein internationales oder europäisches Mandat eingebettet und völkerrechtlich eindeutig legitimiert sind. Militärische Sicherungsmaßnahmen können kurzfristig Stabilität schaffen. Dauerhafte Sicherheit für Handel und Energieversorgung entsteht jedoch nur durch diplomatische Deeskalation und durch eine breitere Aufstellung unserer Energie- und Transportwege“, Jandura abschließend.


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