Abschottung ist keine Lösung
„Der Himmel über dem deutschen Außenhandel bleibt schwarz verhangen. Zwar stützen die moderat steigenden Ausfuhren nach China die Bilanz, doch die Rückgänge im krisenbelasteten US-Geschäft können dadurch nur teilweise ausgeglichen werden. Insgesamt verharrt der Außenhandel seit Monaten in einer leicht negativen Seitwärtsbewegung. Die zunehmende Abschottung der EU darf auf keinen Fall die Lösung sein“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Export.
„Protektionismus ist ein Reflex – aber keine Strategie. Statt mutig in Innovation und neue Geschäftsmodelle zu investieren, wird jetzt zunehmend nach staatlichem Schutz gerufen. Hohe Stahlzölle sind nichts anderes als teure Klientelpolitik: Sie verteuern Produkte, schwächen die Wettbewerbsfähigkeit und schaden am Ende allen. Europa braucht Investitionen in Resilienz und Diversifizierung – nicht in Mauern um den Binnenmarkt“, so Jandura weiter.
„Auch ‚Buy-European‘-Vorgaben bei öffentlichen Aufträgen sind gefährlich und kurzsichtig“, warnt Jandura. „Sie verzerren den Wettbewerb, treiben die Kosten in die Höhe und belasten letztlich die Steuerzahler. Wer solche Regeln einführt, riskiert Gegenzölle und gefährdet internationale Partnerschaften – ein Spiel mit dem Feuer für eine Exportnation wie Deutschland.“
Im August 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Juli 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent und die Importe um 1,3 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August sanken die Exporte um 0,7 Prozent und die Importe stiegen um 3,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt. Die deutschen Ausfuhren in die Volksrepublik China stiegen im Vergleich zum Vormonat Juli 2025 um 5,4 Prozent, während die Exporte in die USA um 2,5 Prozent sanken und damit zum fünften Mal in Folge zurückgingen.


Iris von Rottenburg
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