Anhaltende Seitwärtsbewegung in produzierendem und verarbeitendem Gewerbe
Im Februar verzeichnete das Produzierende Gewerbe in Deutschland einen Rückgang der Produktion um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) berichtet. Im Januar war diese mit einem Plus von 2 Prozent gewachsen. Die Herstellung in der Industrie verringerte sich nur um 0,5 Prozent, im Baugewerbe mit einem Minus von 3,2 Prozent und im Energiebereich mit einem Minus von 3,3 Prozent fiel die jeweilige Ausbringung jedoch recht deutlich. Die Auftragseingänge sind gegenüber dem Vormonat unverändert, nachdem sie noch zuletzt im Januar um 5,5 Prozent gestiegen waren. Im Inland bzw. dem Euroraum wurde ein Minus von 1,2 bzw. 3,0 Prozent verzeichnet, während Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum um 3,4 Prozent anstiegen.
Bei den einzelnen Wirtschaftszweigen innerhalb der Industrie liegt mehrheitlich eine negative Entwicklung vor: Produzenten von Nahrungs- und Futtermitteln (-5,3 Prozent), pharmazeutischen (-4,0 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (-1,0 Prozent) sowie die Reparatur und Installation von Maschinen (-1,9 Prozent) vermeldeten deutliche Produktionseinbußen. Produktionssteigerungen gab es in den Bereichen der elektrischen Ausrüstungen (+3,3 Prozent) sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (+2,6 Prozent). Ebenfalls zulegen konnte die Metallerzeugung und Bearbeitung (+2,4 Prozent), die Herstellung von Metallerzeugnissen (+1,7 Prozent) sowie der gewichtige Maschinenbau (+0,6 Prozent).
Bei den Auftragseingängen verzeichneten innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes die beiden gewichtigen Bereiche Maschinenbau (+3,4 Prozent) und Kfz/Kfz-Teile (+0,6 Prozent) Zuwächse. Im Gegensatz dazu fielen die Ordereingänge in den Bereichen Metallerzeugnisse (-7,4 Prozent), Pharmazeutische Erzeugnisse (-5,9 Prozent), elektrische Ausrüstungen (-5,3 Prozent), Metallerzeugung (-1,2 Prozent) sowie Chemische Erzeugnisse (-0,3 Prozent).
Die Nachfrage im Verarbeitenden Gewerbe bleibt damit nicht nur uneinheitlich, sondern auch in der Tendenz weitere abwärtsgerichtet. Die entsprechenden Indikatoren für die Zukunftserwartungen von ifo und ZEW für den industriellen Sektor weisen zwar nach oben, allerdings bewegen sich die tatsächlichen Werte nach wie vor auf einem Tiefststand. Die Erwartung besteht, dass sich die Industriekonjunktur auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren scheint.


Michael Alber
Geschäftsführer
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