BGA-Umfrage Außenhandel

Klimaindikator Außenhandel

Der aktuelle Außenhandels-Klimaindikator zeigt eine erneute Eintrübung der Stimmung im Außenhandel. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich weiter verschlechtert.

Geopolitische Spannungen, zunehmender Protektionismus und unsichere handelspolitische Rahmenbedingungen belasten das internationale Geschäft spürbar. Für viele Unternehmen fehlt es an Verlässlichkeit und Planungssicherheit.

Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer fordern deshalb eine klare wirtschaftspolitische Kurskorrektur: Deutschland und Europa brauchen eine aktive, strategisch ausgerichtete Außenhandelspolitik. Dazu gehören der konsequente Abbau von Handelshemmnissen, neue Freihandelsabkommen, eine stärkere Diversifizierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten sowie wettbewerbsfähige Standortbedingungen im Inland.

Gerade in einer Phase schwacher Binnenkonjunktur ist ein starker Außenhandel entscheidend für Wachstum, Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität.

 

Internationale Konflikte

62 Prozent der Unternehmen im Außenhandel geben an, dass der Wandel der internationalen Handelsbeziehungen langfristige Entscheidungen erschwert.

Zunehmende geopolitische Spannungen, neue Handelsbarrieren und fragmentierte Lieferketten führen zu Unsicherheit. Investitionen, Standortentscheidungen und strategische Partnerschaften lassen sich unter diesen Bedingungen deutlich schwerer planen.

Unternehmen benötigen verlässliche und berechenbare Rahmenbedingungen. Nur so können sie langfristig investieren, Innovationen vorantreiben und internationale Wertschöpfung sichern.

 

Wettbewerbsfähigkeit braucht schlanke Regeln

65 Prozent der Unternehmen im Aussenhandel sehen dringenden Handlungsbedarf bei den regulatorischen Rahmenbedingungen auf EU-Ebene. Zu viele Berichtspflichten, komplexe Vorgaben und immer neue Regulierungsinitiativen führen zu erheblichem administrativem Aufwand.

Gerade im internationalen Wettbewerb können sich europäische Unternehmen keine strukturellen Standortnachteile leisten. Zeit und Ressourcen, die in Bürokratie gebunden sind, fehlen für Investitionen, Innovationen und die Erschließung neuer Märkte.

Aus Sicht des BGA ist klar: Europa braucht einen konsequenten Bürokratieabbau, praxistaugliche Regelungen und eine wettbewerbsorientierte Regulierungspolitik. Weniger Detailsteuerung, mehr Vertrauen in unternehmerische Verantwortung – das stärkt Wachstum und Resilienz gleichermaßen.

Asien im Fokus: Neue Märkte erschließen

Die Mehrheit der Außenhändler richtet ihren Blick auf Asien, wenn es um die Erschließung neuer Märkte geht. Die Region bietet enormes Nachfragepotenzial und dynamisches Wachstum – gerade in Zeiten schwacher europäischer Konjunktur.

Asien ist für deutsche Unternehmen zugleich Partner und Wettbewerber. Viele Märkte entwickeln sich technologisch und industriell rasant weiter. Umso wichtiger sind faire Wettbewerbsbedingungen und verlässliche Marktzugänge.

Deshalb braucht es ambitionierte und zügig abgeschlossene Freihandelsabkommen. Sie schaffen Rechtssicherheit, bauen Handelshemmnisse ab und stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.

 

Ihre Ansprechpartner

Iris von Rottenburg

Abteilungsleiterin Kommunikation

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Frederike Röseler

Pressesprecherin

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