bga-update
28. August 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,
das politische Berlin und wohl auch viele Bürger schauen in diesen Tagen nach Sachsen-Anhalt. Wenn das nächste Update erscheint, wird bereits Klarheit darüber herrschen, wie sich die Wählerinnen und Wähler dort entschieden haben. Die Umfragewerte sehen seit Wochen keine Mehrheit für eine Koalition der (erweiterten) Mitte. Die AfD könnte sogar die absolute Mehrheit der Landtagssitze erzielen oder aber mit Hilfe des BSW (sofern die Partei überhaupt einzieht) eine Minderheitsregierung stellen. Und zwei Wochen später stehen mit Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zwei weitere Landtagswahlen an. Die Umfragen deuten auch hier auf komplizierte Regierungsbildungen hin, wenn auch unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen.
Und so wundert es nicht, dass es mit der Geschlossenheit bei den großen bundespolitischen Themen nicht ganz so weit her ist, wie erhofft. Einzelne Teile des Rentenpakets, wie die Abschaffung der Rente mit 63, werden infrage gestellt. Ob die Regierungsklausur auf Schloss Neuhardenberg zu mehr Geschlossenheit führt, wird sich zeigen. Zumindest ließ es sich kein Teilnehmer nehmen, die gute Stimmung innerhalb des Kabinetts zu betonen.
Wichtiger als gute Stimmung – selbst der ifo-Geschäftsklimaindex ist zuletzt minimal gestiegen – wäre allerdings, dass die längst angekündigten Gesetzespakete endlich kommen. Bürokratieabbau, Arbeitszeit, Rente – die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Die aktuelle Kabinettzeitplanung nennt noch keine Daten dafür. Dabei müsste ein Herbst der Reformen so langsam eingeleitet werden, damit er nicht das zweite Jahr in Folge ins Wasser fällt. Auch wir lassen keine Gelegenheit aus, hier Tempo einzufordern. Auch die heutigen Arbeitsmarktzahlen zeigen, dass hier wenig Entspannung in Sicht ist.
In rund zwei Wochen stehen der Unternehmertag und die Mitgliederversammlung an. Melden Sie sich gerne an, falls noch nicht geschehen. Freuen Sie sich auf ein spannendes Programm und die Möglichkeit, Regierung und Opposition noch einmal zu zeigen, was den Mittelstand in Deutschland wirklich bewegt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Rademachers