BGA fordert endlich Entscheidung zur deutschen CBAM-Behörde
Das Thema CBAM treibt viele Außenhändler, die von CBAM betroffene Waren importieren, weiter und zunehmend um. Gilt es doch die Auflagen zu erfüllen, indem Informationen für die 200 Datenfelder umfassende Meldung im CBAM-Register beschafft und aufbereitet werden müssen. So muss eine Meldung im CBAM-Register durch den Importeur oder einen Vertreter mit folgenden Angaben erfolgen:
· die Gesamtmenge jeder Warenart, ausgedrückt in Megawattstunden bei Elektrizität und in Tonnen bei anderen Waren, angegeben für jede Anlage, die die Waren im Ursprungsland herstellt
· die tatsächlichen eingebetteten Gesamtemissionen, ausgedrückt in Tonnen CO2e-Emissionen pro Megawattstunde Elektrizität oder für andere Waren in Tonnen CO2e-Emissionen pro Tonne jeder Warenart, berechnet nach der in Anhang III bzw. in der Durchführungsverordnung beschriebenen Methode, sowie die gesamten indirekten Emissionen;
· Alternative: Verwendung von Standardwerten bis 30.6.2024, bereitgestellt von der EU-Kommission Ende November 2023
Dabei ist höchst ärgerlich, dass die Implementierung von CBAM in Deutschland zunehmend ins Stocken gerät. So wäre zunächst wichtig - und die Basis von allem – sich als Unternehmen der Registrierung im vorläufigen CBAM-Register zu unterziehen. Dieses wurde inzwischen freigeschaltet, der Zugang erfolgt durch die national zuständige Behörde. Diese steht jedoch in Deutschland - als neben Slowenien einzigem EU-Mitgliedsstaat - noch immer nicht fest – und das mehr als zwei Monate nach Beginn der Übergangsphase. Ein Armutszeugnis und eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft, insbesondere KMU. Denn es gilt: Ohne zuständige Behörde kein Zugang zum Portal und damit erschwerte Vorbereitung, denn der erste Bericht ist zum 31.1.24 abzugeben. Dies trifft vor allem kleine und kleinste Mittelständler hart.
Der BGA adressiert das Thema daher laufend, zuletzt durch eine klare Aufforderung endlich zu handeln an den Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung Michael Kellner MdB, der seit Dezember 2021 auch Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz ist.


Alexander Hoeckle
Abteilungsleiter Außenwirtschaft + Zoll
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 565
alexander.hoeckle@bga.de

EU-Data Act ist wichtiger Schritt für Data Economy
Umsetzung des Data Acts beschlossen.
mehr

Bundesrat stimmt Tariftreuegesetz zu
Die Umfrage läuft vom 14. – 30. April 2026
mehr
IW-Umfrage zur Bedeutung des Großhandels für die Versorgung
Die Umfrage läuft vom 14. – 30. April 2026
mehr
eID-Praxis für Unternehmen mit Fuhrpark
Webinar Registerauskünfte digital
mehr
Bundesrat stimmt Tariftreuegesetz zu
Der Bundesrat hat damit die Chance vertan, weitere Änderungen am Gesetz zu fordern.
mehr
BGA auf GWW-Newsweek
Zunehmende Regulierung belasten Attraktivität von Werbeartikeln.
mehr
Energieeffizienz – Beitrag zur Begrenzung von Energiekosten
Ein sparsamer und intelligenter Energieeinsatz ist unerlässlich, um den in Deutschland steigenden Energiebedarf kostengünstig zu decken.
mehr
WTO-Ministerkonferenz: Stillstand beim digitalen Handel
Neue Allianzen gewinnen an Gewicht
mehr
SPD diskutiert Reformen
BGA im Austausch mit Bundestagsfraktion
mehr
Wachstumseinbruch erhöht Reformdruck
Arbeitskosten sind bereits heute das größte Geschäftsrisiko.
mehr
BGA-Position zum Industrial Accelerator Act (IAA)
EU fördert Protektionismus.
mehr
Europa und China im Systemwettbewerb
neue BGA-Position
mehr
Neuer Rahmen für unternehmerische Resilienz
Nationale Wirtschaftsschutzstrategie
mehr
Datennutzung stärken, Bürokratie senken
Wirtschaft fordert Kurskorrektur bei EU-Digitalgesetzen.
mehr
Neue Pflichten mit der Entgelttransparenzrichtllinie (ETRL)
Bislang liegt noch kein Referentenentwurf vor.
mehr
Ist der Liberalismus noch zu retten?
Christian Dürr bei BGA-Präsidiumssitzung
mehr
BGA beteiligt sich an EU-Konsultation zur Forced Labour Regulation
BGA bei der öffentlichen Konsultation zur Umsetzung der EU-Verordnung über Zwangsarbeit.
mehr
Europa braucht eine Kurskorrektur
Jetzt ist der Moment für eine wirtschaftspolitische Kurskorrektur in Europa.
mehr
Industrial Accelerator Act (IAA) fördert Protektionismus
Ausgestaltung des Vorschlags bringt zusätzliche Bürokratie für Unternehmen.
mehr
Merz bringt Hoffnung aus China mit
Agrarbranche sieht positive Impulse
mehr