Trump sägt am Ast, auf dem er sitzt
"In nur einem Jahr Amtszeit hat Donald Trump die internationale Handelsordnung in ihren Grundfesten erschüttert. Die Auswirkungen seiner Politik spüren auch wir Händler deutlich, die Exporte in die USA sind im Jahr 2025 bis November um über 9% gesunken. Das ist schmerzhaft für beide Seiten. Ich hoffe sehr, dass in den kommenden Tagen eine weitere Eskalation verhindert werden kann", so Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen in Berlin.
"Trump sägt damit an dem Ast, auf dem er sitzt. Deutsche und europäische Produkte werden weltweit gebraucht, auch in den USA. Die bereits beschlossenen Zölle schaden dem Handel, werden aber zu weiten Teilen von den amerikanischen Verbrauchern getragen. Und auch weitere Strafzölle werden beide Seiten treffen. Die Folge ist, dass sich unsere Händler von den USA abwenden und nach alternativen Absatzmärkten suchen. Die USA bleiben ein für uns sehr wichtiger Markt, aber nichts ist für die Ewigkeit. Das De-Risking hat begonnen", so der Unternehmer.
Und weiter: "Diese Situation kann zur Stunde Europas werden. Wir sind immer noch einer der weltweit größten Märkte. Wir müssen jetzt vom Zuschauer zum Akteur werden. Wir haben die wirtschaftliche Stärke, die politischen Instrumente und können die Verantwortung übernehmen, die zunehmend fragmentierte Weltwirtschaft wieder mitzugestalten. Die Vertreter von Bundesregierung und EU werden in Davos deutlich machen, dass Europa für regelbasierten Handel steht und dieses Prinzip auch verteidigen wird."


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