CBAM – Durchführungsverordnung Ende 2025 noch gekommen
Ende des letzten Jahres hat die Kommission ein umfangreiches Paket mit den lange auch vom BGA geforderten Durchführungsverordnungen veröffentlicht. Sie gilt bereits ab 1.Januar 2026. Damit besteht nun Klarheit, wie die erforderlichen Berechnungen anzustellen sind bzw. vorgenommen werden können.
Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) ist das Instrument der EU, um einen Preis für CO2-Emissionen festzulegen, die bei der Herstellung von CO2-intensiven Waren entstehen, die in die EU eingeführt werden. Damit soll die heimische Industrie geschützt, aber auch eine sauberere industrielle Produktion in Nicht-EU-Ländern gefördert werden. Der CBAM wird ab 1.1.2026 in seiner endgültigen Form gelten, mit einer Übergangsphase von 2023 bis 2025.
Diese schrittweise Einführung steht zudem im Einklang mit dem Auslaufen der kostenlosen Zertifikate im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (ETS), um die Dekarbonisierung der EU-Industrie zu unterstützen.
Betroffen sind alle Unternehmen, die die bisherigen CBAM-Produkte in die EU einführen. Für den Groß- und Außenhandel bedeutet das, dementsprechend Berechnungen anstellen und Meldungen in das CBAM-Register vornehmen zu müssen.
Zukünftig werden weitere Importeure betroffen sein. So ist eine erhebliche Ausweitung des Anwendungsbereiches vorgesehen. Zu erwarten ist, dass der zusätzliche, zukünftige Fokus auf weiterverarbeiteten Stahl- und Aluminiumerzeugnissen mit hohem Emissionsrisiko liegen wird:
- Automobilkomponenten (z. B. Karosserie-Teile, Motorblöcke)
- Haushaltsgeräte (Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen)
- Maschinenbauteile (Pumpen, Ventile, Getriebe)
- Baukonstruktionen (Brücken-Elemente, Fassaden, Stahlträger)
- Elektrische Ausrüstung (Kabel, Transformatoren, Generatoren)
Der BGA hat CBAM stets, da ein Instrument des Protektionismus, abgelehnt. Nach Einführungsbeschluss seitens der EU-Kommission hat er den Prozess extrem kritisch begleitet und seine Mitglieder nicht nur über den Fortgang informiert, sondern auch für eine möglichst anwenderfreundliche Umsetzung lobbyiert und den verbandsinternen Erfahrungsaustausch gefördert. Schließlich hat er sich an Konsultationen beteiligt sowie die Mitgliedsverbände dazu animiert, insbesondere um die Ausweitung des Anwendungsbereiches zu verhindern bzw. zu verschieben.


Alexander Hoeckle
Abteilungsleiter Außenwirtschaft + Zoll
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 565
alexander.hoeckle@bga.de

Engpässe im zweiten Halbjahr möglich
Umfrage des BGA zu den Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus
mehr
Mehr Elan bei Reformen!
BGA-Steuerausschuss tagte am 11. Mai
mehr
Entlastungsprämie gestoppt
Nicht nur Unternehmen, sondern auch die Länder wollen sie nicht.
mehr
Strategische Verzahnung von Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit
BGA und IPD beim Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bundestag
mehr
BGA-Umfrage: Hormus-Krise lässt Preise steigen
Liquidität der Unternehmen sinkt, Engpässe möglich
mehr
EU-Mercosur-Abkommen: Vorläufige Anwendung ab 1. Mai 2026
Jetzt zählt die Umsetzung!
mehrBundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur GKV-Beitragssatzstabilisierung beschlossen.
mehr
Vom Marathon der Holzwürmer
BGA-Agrarausschuss tagt in Berlin
mehr
Aktuelle Herausforderungen in der Logistik
BGA-Verkehrsausschuss am 16. April 2026
mehr
CBAM-Ausweitung:
BGA fordert Verschiebung
mehr
Einladung zur diesjährigen Asien-Pazifik-Konferenz (APK) der Deutschen Wirtschaft
Seoul, Südkorea, 29. - 31.10.2026
mehr
DAHD-Seminar Kartellrechtliche Compliance
In Kooperation mit DAHD
mehr
Kleinster gemeinsamer Nenner ist zu wenig
Ergebnisse des Koalitionsausschusses sind enttäuschend
mehr
Tarifrunde im Groß- und Außenhandel startet
Verhandlungsauftakt im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
mehr
BGA in Brüssel:
Großhandel zwischen Regulierung und Realität
mehr
Humanitäre Krise im Sudan
Verantwortung übernehmen – jetzt handeln
mehr
Forschungspreis der ForveG geht in die zweite Runde
Öffentliche Verleihung in Stuttgart
mehr
Drastische Abkühlung der Konjunktur in Deutschland
BMWK korrigiert positive Tendenzen vom Janhresanfang
mehr
e-ID in der Praxis:
Webinar für Unternehmen mit Fuhrpark
mehr
Industrieproduktion entwickelt weiter schwach
Zahlen von vor der Golfkrise sind besorgniserregend
mehr