Wilhelm Schuster neuer baupolitischer Sprecher des BGA
Die jüngste Sitzung der Gesprächsrunde des baunahen Großhandels am 28. April 2026 stand im Zeichen personeller Änderungen und der aktuellen wirtschaftlichen Lage im baunahen Großhandel.
Die Gesprächsrunde des baunahen Großhandels wurde erstmals von Wilhelm Schuster geleitet. Er hat die Funktion von Hans-Peter Flinks übernommen, der über viele Jahre die Gespräche und Anforderungen des baunahen Großhandels moderierte. Mit Wilhelm Schuster folgt ein erfahrener Unternehmer und engagierter Verbandsvertreter. Wilhelm Schuster ist Vorsitzender der Geschäftsführer des Sanitär-, Heizungs- und Klima-Fachhandelsunternehmens Richter + Frenzel GmbH + Co. KG, Gräfelfing, und verbandlich im Präsidium des BGA sowie im Vorstand des DG Haustechnik aktiv. In seiner Vorstellung hob er hervor, dass der Austausch und Dialog im baunahen Großhandel wichtig ist, um sich in die verbandliche und politische Diskussion mit einer Stimme einzubringen. Auf Grund der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Bauens und der Bedeutung des baunahen Großhandels wird die Thematik personell und inhaltlich durch die Mitarbeit von Lena Schlett verstärkt. In ihrem bisherigen Aufgabenschwerpunkt Verkehr und Logistik im BGA wird eine große inhaltliche Nähe zu baupolitischen Themen rund um wirtschaftliche und logistische Rahmenbedingungen gesehen.
Zur Einschätzung der Lage wird in der Gesprächsrunde darauf verweisen, dass nach der BGA-Konjunkturumfrage zum Jahreswechsel 2025/26 die Stimmung im baunahen Großhandel schwach bleibt und aktuelle statistische Daten ein ambivalentes Bild zeichnen. Nach Einschätzung der baunahen Großhandelsverbände kommt trotz vereinzelt positiver Meldungen das Geschäft im baunahen Großhandel nicht in Fahrt. Im Neubau zeichne sich kein signifikantes Anziehen der Bautätigkeit ab, während bei Sanierung und Modernisierung allenfalls eine Seitwärtsbewegung festgestellt werden könne.
Von den baunahen Verbänden wurde zudem kritisch gesehen, dass die Politik einerseits richtige und sinnvolle Maßnahmen wie den Bauturbo oder das „übergeordnete öffentliche Interesse“ auf den Weg bringe, um den Wohnungsbau voranzubringen, andererseits aber Maßnahmen wie die Zementierung der Mietpreisbremse, die „Biotreppe“ und die vorgesehene Beteiligung der Eigentümer an den Heizungskosten im Zuge der Öffnung der Wärmeversorgung für Öl- und Gasheizungen verfolge. Die Verbände sehen in der zunehmenden Steuerung des Wohnungsbaus durch den Staat die Gefahr einer zunehmenden Verunsicherung für den Wohnungsbau und die Modernisierung im Bestand.
Zusammengefasst zog Schuster als Fazit zur aktuellen Situation, dass die wirtschaftliche Lage am Bau abweichend von der Einschätzung der Politik deutlich kritischer ist und die aktuellen Konflikte die Lage noch verschärfen. Sowohl der Wohnungsneubau als auch Modernisierung und Sanierung könnten wirtschaftliche Impulse setzen, leiden aber unter der zunehmenden Konsumentenzurückhaltung und der staatlichen Regulierung von Bauanforderungen und Mietrecht. Obwohl erheblicher Wohnungsbedarf bestehe, liege der Wohnungsneubau damit deutlich unter seinen Möglichkeiten. Er äußerte die Befürchtung, dass der Abbau von Kapazitäten im Wohnungsbau sich limitierend für eine mögliche künftige stärkere Bau- und Modernisierungsnachfrage erweisen kann.
Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an Michael Alber (michael.alber@bga.de)


Michael Alber
Geschäftsführer
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030 59 00 99 571
michael.alber@bga.de

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