BGA begrüßt Zeichen der Entspannung im Nahen Osten
„Die aktuellen Meldungen geben Anlass zur Hoffnung, dass der Konflikt im Nahen Osten auf eine politische Lösung zusteuert. Besonders die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus ist eine sehr gute Nachricht für die Weltwirtschaft. Damit können wichtige Lieferketten für Rohstoffe, Energie und Vorprodukte schrittweise wieder anlaufen. Entscheidend wird nun sein, dass aus der bisherigen Absichtserklärung ein belastbares und dauerhaftes Friedensabkommen wird. Die Wirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Nach Monaten der Unsicherheit wäre eine nachhaltige Stabilisierung der Region ein wichtiges Signal für Handel, Investitionen und Wachstum weltweit“,fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Einigung zwischen Iran und USA.
Jandura weiter: „Profitieren werden auch die asiatischen Produktionsstandorte, aus denen viele Güter für die deutsche und europäische Wirtschaft stammen. Dennoch darf niemand erwarten, dass sich die Lage von heute auf morgen normalisiert. Allein die Transportwege benötigen Zeit: Ein Tanker aus der Golfregion ist mehr als einen Monat unterwegs, bevor er Europa erreicht. Hinzu kommen Schäden an Produktionsanlagen und Infrastruktur in Teilen der Region, die zunächst repariert werden müssen, bevor die Förderung und Verarbeitung wieder das Vorkrisenniveau erreichen können.“
„Positiv ist, dass die Märkte bereits auf die Entspannung reagieren. Fallende Rohölpreise können den Druck auf Energie-, Transport- und Logistikkosten mindern und damit auch Unternehmen und Verbraucher entlasten. Sollte die Vereinbarung zudem zu einer weiteren Beruhigung der Region beitragen und perspektivisch auch die Sicherheitslage im Roten Meer verbessern, wäre dies ein zusätzlicher wichtiger Impuls für den Welthandel“, so Jandura abschließend.
15. Juni 2026


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