23.10.2026

Fachgespräch zur Umsetzung des EU-Mercosur-Abkommens

Am 20. Oktober 2026 hat in der Botschaft der Argentinischen Republik auf Einladung der Botschaft ein Fachgespräch zur Umsetzung des EU-Mercosur-Abkommens im Agrarsektor stattgefunden. Zu den Teilnehmenden zählten neben Botschafterin Pasquali de Fonseca unter anderem auch Herr Tejeda Rodríguez, Unterstaatssekretär für Agrar- und Lebensmittelmärkte und internationale Marktintegration der Republik Argentinien, sowie Herr Funes, Agrarattaché der argentinischen Vertretung bei der Europäischen Union. Ziel des Austausches war es, die Perspektiven der vertretenen Branchen auf das Abkommen zu erfahren sowie Herausforderungen und Chancen im Hinblick auf das Mercosur-Abkommen zu erörtern.


Der BGA hat an dem Treffen teilgenommen und die enorme Bedeutung des Signals hervorgehoben, das vom Abbau von Handelshemmnissen zwischen zwei großen Wirtschaftsräumen ausgehe. Gleichzeitig betonte der BGA, dass der Erfolg von Freihandelsabkommen auch von praktischen Gegebenheiten abhänge. So müssten etwa Ursprungsregeln verständlich sein oder Zollpräferenzen ohne unverhältnismäßigen Nachweisaufwand in Anspruch genommen werden können. Zudem seien das verlässliche Funktionieren von Zollabwicklung und Kontrollen ebenso wichtig, wie auch für KMU handhabbare Verfahren.


Konkret wurde auf Probleme hingewiesen, die in der Praxis aus einer faktisch doppelten Verwaltung von Einfuhrkontingenten des EU-Mercosur-Abkommens resultieren. Dabei decken sich Maßnahmen südamerikanischer Behörden oftmals nicht mit denen europäischer Behörden. Infolgedessen werden Geschäfte storniert und verfallen Lizenzen ungenutzt, was zu hohen finanziellen Schäden für Unternehmen führen kann. 


Ebenfalls wurde um eine konkrete Antwort auf die Frage gebeten, ob Waren aus offenen Zolllagern von Kontingenten aus dem Abkommen profitieren können.


Bei Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich gerne an Sebastian Werren (sebastian.werren@bga.de).