BGA zum Rekordhoch bei offenen Stellen: Zeitarbeit zur Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten nutzen
Angesichts dieses neuen Rekordhochs erwarten die Handels- und Dienstleistungsunternehmen von der Politik, dass sie Hürden für die Rekrutierung von Fachkräften abbaut. Dass die Zeitarbeit benachteiligt wird und es ihr als einzige Branche verwehrt wird, Menschen mit einer klassischen Berufsausbildung auch außerhalb der EU anwerben zu können, ist in diesem Kontext völlig unverständlich und nicht hinnehmbar. Dieser Diskriminierungstatbestand im Aufenthaltsgesetz muss abgeschafft werden, damit die Zeitarbeit genauso arbeiten kann wie alle anderen Branchen.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) anlässlich der jüngsten Ergebnisse der Stellenerhebung durch das IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit für das Schlussquartal 2018.
„Die Zeitarbeitsbranche ist ein erfolgreiches Vehikel für die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt. Sie verschafft den Unternehmen die dringend benötigten Fachkräfte und bietet Menschen eine berufliche Perspektive. Dieses Erfolgsmodell soll sich auch bei der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten fortsetzen“, so Bingmann weiter.
„Wenn die Bundesregierung das Problem fehlender Fachkräfte wirklich in den Griff bekommen will, sollte sie die Zeitarbeit für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern öffnen. Die Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind auch in Zeiten des Fachkräftemangels auf das Know-how der Personaldienstleister angewiesen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen könnte die Zeitarbeitsbranche eine wichtige Rolle dabei spielen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Damit es nicht zu Personalengpässen kommt, muss die diskriminierende Sonderregelung für die Zeitarbeit im geplanten Fachkräfteeinwanderungesetz abgeschafft werden“, so Bingmann abschließend.
7, Berlin, 21. Februar 2019
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Dr. Holger Bingmann

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