Freihandelsabkommen mit Neuseeland nimmt nächste Hürde
Rund 5 Jahre nach Beginn der Verhandlungen, die vor einem Jahr erfolgreich zum Abschluss gebracht worden waren, haben die EU und Neuseeland am vergangenen Sonntag ihr bilaterales Freihandelsabkommen unterzeichnet. Der Handelsvertrag kann Unternehmen in der EU neue Möglichkeiten eröffnen, insbesondere durch die Abschaffung aller Zölle auf EU-Ausfuhren nach Neuseeland und der Verbesserung des Zugangs zu neuseeländischen öffentlichen Aufträgen für Waren, Dienstleistungen, Bauarbeiten und Baukonzessionen.
Im ersten Jahr der Anwendung könnten damit jährlich rund 140 Mio. EUR an Zöllen für EU-Unternehmen eingespart werden. Die EU-Kommission erwartet, dass der bilaterale Handel dank dieses Abkommens innerhalb eines Jahrzehnts um bis zu 30 Prozent zunehmen wird, wobei die jährlichen Ausfuhren der EU um bis zu 4,5 Mrd. EUR steigen könnten. Das Abkommen muss nun dem Europäischen Parlament zur Zustimmung vorgelegt werden. Nach dessen Zustimmung muss noch der Rat der Europäischen Union den Beschluss über den Abschluss des Abkommens annehmen, und sobald Neuseeland mitteilt, dass es auch sein Ratifizierungsverfahren abgeschlossen hat, kann das Abkommen in Kraft treten.
Das Abkommen mit Neuseeland darf dabei nur der Beginn für die Liberalisierung des Handels mit der Region sein. Weitere Handelsabkommen mit Indien, Indonesien, Thailand, den Philippinen, Malaysia und Australien müssen jetzt zeitnah folgen. Mehr Freihandel ist der Königsweg, um die so dringend notwendige Diversifizierung der Lieferketten Realität werden zu lassen und riskante wirtschaftliche Abhängigkeiten zu reduzieren.


Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 594
marcus.schwenke@bga.de

Handelsabkommen mit Mexico erneuert
Mexico zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands
mehr
Großhandel schlägt Alarm aufgrund dramatischer Wirtschaftszahlen
Bundesregierung muss wirtschaftliche Realität anerkennen
mehr
Angebot der Arbeitgeber in der Großhandels-Tarifrunde
Die Arbeitgeber sind einen deutlichen Schritt auf Gewerkschaft und Beschäftigte zugegangen
mehr
Engpässe im zweiten Halbjahr möglich
Umfrage des BGA zu den Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus
mehr
Mehr Elan bei Reformen!
BGA-Steuerausschuss tagte am 11. Mai
mehr
Entlastungsprämie gestoppt
Nicht nur Unternehmen, sondern auch die Länder wollen sie nicht.
mehr
Strategische Verzahnung von Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit
BGA und IPD beim Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bundestag
mehr
BGA-Umfrage: Hormus-Krise lässt Preise steigen
Liquidität der Unternehmen sinkt, Engpässe möglich
mehr
EU-Mercosur-Abkommen: Vorläufige Anwendung ab 1. Mai 2026
Jetzt zählt die Umsetzung!
mehrBundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur GKV-Beitragssatzstabilisierung beschlossen.
mehr
Vom Marathon der Holzwürmer
BGA-Agrarausschuss tagt in Berlin
mehr
Aktuelle Herausforderungen in der Logistik
BGA-Verkehrsausschuss am 16. April 2026
mehr
CBAM-Ausweitung:
BGA fordert Verschiebung
mehr
Einladung zur diesjährigen Asien-Pazifik-Konferenz (APK) der Deutschen Wirtschaft
Seoul, Südkorea, 29. - 31.10.2026
mehr
DAHD-Seminar Kartellrechtliche Compliance
In Kooperation mit DAHD
mehr
Kleinster gemeinsamer Nenner ist zu wenig
Ergebnisse des Koalitionsausschusses sind enttäuschend
mehr
Tarifrunde im Groß- und Außenhandel startet
Verhandlungsauftakt im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
mehr
BGA in Brüssel:
Großhandel zwischen Regulierung und Realität
mehr
Humanitäre Krise im Sudan
Verantwortung übernehmen – jetzt handeln
mehr
Forschungspreis der ForveG geht in die zweite Runde
Öffentliche Verleihung in Stuttgart
mehr