Macht endlich den Weg für Reformen frei!
„Diese Frühjahrsprognose ist dramatisch. Aber die tatsächliche Lage in den mittelständischen Unternehmen ist noch dramatischer. 0,6 Prozent Wachstum in den letzten vier Jahren zusammen – das ist nicht nur Stillstand, das ist ein Rückschritt. Das laufende Jahr wird nicht besser. Das Einzige, was wächst, sind die Staatsausgaben und die Bürokratie. Die Weltlage stürzt uns in eine Krise nach der anderen. Aber die Lösungen beginnen hier bei uns im Land. Hier in Deutschland müssen wir die Wende schaffen“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zur Frühjahrsprognose der Bundesregierung heute in Berlin.
„Ich appelliere an die Regierungsparteien, vor allem auch an die deutsche Sozialdemokratie, endlich den Weg für strukturelle Reformen für die deutsche Wirtschaft frei zu machen. Hunderttausende von Arbeitsplätzen hängen am seidenen Faden. Sie haben jetzt die Chance und die Verantwortung, Mut zu beweisen und unser Land wieder nach vorne zu führen. Das Klein-Klein und die ideologischen Streitigkeiten der letzten Monate müssen endlich aufhören. Das können wir uns nicht mehr leisten, und das wollen wir uns auch nicht mehr leisten“, so der Großhändler.
Und weiter: „Um mit einem Missverständnis aufzuräumen: Reformen für die Unternehmen sind nicht Reformen gegen die Beschäftigten. Im Gegenteil. Wichtig ist, dass wir auch gezielt für den deutschen Mittelstand strukturell entlasten – durch eine mutige Steuerreform, durch eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags, durch eine dauerhafte Absenkung der Energiesteuern, durch einen Bürokratieabbau, der nicht nur auf dem Papier steht, sondern in den Betrieben ankommt.“
„So gut wie jede Umfrage zeigt: Deutschlands Bevölkerung weiß, wie schwierig die Lage ist. Die Mehrheit ist für Veränderungen bereit. Die Ursachen für den stetigen Abstieg der Volksparteien sind nicht zu viele Reformen oder zu viel Tempo. Es ist der lähmende Stillstand und das parteipolitische Gezanke.“
„Ich will nicht, dass die Extremen und die Populisten von AfD oder Linkspartei unseren Kurs bestimmen. Welche dramatischen Folgen der Populismus hat, sehen wir derzeit in den USA. Aber um das zu verhindern, müssen wir endlich, endlich vorankommen. Auf die Wirtschaft kommt es an“, schließt Jandura.


Iris von Rottenburg
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