USA-Reise: Ungewissheit beenden
„Für die Unternehmen in Deutschland und Europa ist entscheidend, dass künftig von Washington ein klareres Signal für Stabilität und Berechenbarkeit in den transatlantischen Handelsbeziehungen ausgeht. Die Reise des Bundeskanzlers in die USA kommt zu einem wirtschaftlich und handelspolitisch sensiblen Zeitpunkt. Die anhaltende Unsicherheit infolge der weiterhin erratischen Zollpolitik der US-Regierung belastet Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks erheblich. Unsere Firmen können mit klaren Regeln umgehen – aber nicht mit permanenter Ungewissheit. Bundeskanzler Merz muss deutlich machen, dass wir, Deutschland und die EU, bereit sind, Grenzen zu setzen“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der USA-Reise des Bundeskanzlers in der kommenden Woche.
„Nachdem das höchste Gericht der USA die globalen Zölle auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) für unrechtmäßig erklärt hat, braucht es nun zügige und substanzielle Neuverhandlungen des Turnberry-Rahmenabkommens. Maßstab muss dabei die Vereinbarung zwischen der EU und den USA vom August 2025 sein – hinter deren Bedingungen darf Europa nicht zurückfallen! Es geht um Planungssicherheit für unsere exportorientierten Unternehmen und um verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen auf beiden Seiten des Atlantiks“, erklärt der Großhändler.
Und weiter: „Eines muss dabei klar sein: Sollte sich die bisherige Zollpolitik fortsetzen, muss die Europäische Union entschlossen und gemeinsam reagieren. Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen – weder politisch noch wirtschaftlich. Das muss auch Präsident Trump klar gemacht werden: Europa steht geschlossen. Unsere transatlantischen Handelsbeziehungen sind über Jahrzehnte gewachsen. Sie haben Wohlstand, Innovation und Arbeitsplätze auf beiden Seiten geschaffen. Diese enge Partnerschaft darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Wer Stabilität und Vertrauen will, darf sie nicht durch einseitige Maßnahmen untergraben.“
„Der Bundeskanzler sollte in Washington mit Nachdruck auf eine transatlantische Lösung für die prohibitiven Zölle im Stahl- und Aluminiumbereich drängen. Jeder weiß, dass auch hier die Exporte der EU keine sicherheitspolitische Bedrohung für die USA darstellen“, so Jandura.
„Wir wollen eine Fortsetzung des Zollkriegs auf jeden Fall verhindern. Dafür muss die Europäische Union resilienter und wehrhafter werden. Ich schlage deshalb ein Handelsbündnis aus der EU und dem transpazifischen Bündnis CPTPP vor. Das wäre eine große, gemeinsame Freihandelszone - ohne Russland, China und die USA – idealerweise versehen mit einer gegenseitigen Beistandsklausel gegen WTO-widrige Zollangriffe. Diese „Handels-NATO wäre eine sinnvolle Möglichkeit, dem Zoll-Theater wirksam begegnen zu können“, Jandura abschließend.
27. Februar 2026


Iris von Rottenburg
Abteilungsleiterin Kommunikation
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
+49 176 60430941
iris.vonrottenburg@bga.de

Frederike Röseler
Pressesprecherin
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
+49 178 276 6013
frederike.roeseler@bga.de

USA-Reise: Ungewissheit beenden
Es geht um Planungssicherheit für unsere exportorientierten Unternehmen.
mehr
Das Tariftreuegesetz schafft zusätzliche Bürokratie
Die Soziale Marktwirtschaft raucht wieder mehr Raum
mehr
BMWE erwartet konjunkturelle Erholung in 2026
BGA ist skeptisch bei dieser Einschätzung
mehr
German-Albanian Business Conference 2026
Save the Date für den 30. April 2026 in Berlin
mehr
Die Schiene als Schlüsselrolle für nachhaltige Lieferketten
19. BME-/VDV-Forum Schienengüterverkehr
mehr
Sanktionen im Fokus
Austausch mit dem BMWE
mehr
Für freien Handel: „Handels-NATO“ als Antwort auf Zölle
Die Ergebnisse der BGA-Außenhandelsumfrage
mehr
Bericht der Europäischen Kommission
Single Market and Competitiveness Report 2026 veröffentlicht
mehr
AK Zoll
Bericht des BGA aus dem Austausch mit der Generalzolldirektion
mehr
Großhandel sichtbar machen – seien Sie dabei!
Retail & Wholesale Week von EuroCommerce
mehr
BGA-Europaausschuss:
Aktuelle EU-Gesetzgebung und Fragen der Handlungsfähigkeit
mehr
260. WAA-Sitzung
BMLEH und Wirtschaft beraten über Zusammenarbeit beim Export
mehr
„Weckruf zur Bekämpfung des Fahrermangels im Straßengüterverkehr“
Verbändeinitiative zum Lkw-Fahrermangel
mehr
Dieser Sozialstaat bremst uns aus
Ich fordere die Bundesregierung auf, mutige Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie wehtun.
mehr
Ein neues Zeitalter
Geschäftsführerkonferenz am 13./14. Januar in Berlin
mehr
Wirtschaftsdynamik – weiterhin Fehlanzeige
Leichte Belebung, aber kein Grund zur Erleichterung
mehr
Kartellrecht und Werbung mit Nachhaltigkeitsaussagen
BGA-Rechtsausschuss tagte am 14. Januar 2026
mehr
Steuerpolitik wachstumsfördernd gestalten
Ausschussvorsitzender Thorsten Klindworth zur aktuellen BGA-Umfrage
mehr
Großhandel in der Krise
BGA-Pressekonferenz Großhandel am 13. Januar 2026
mehr
Zweite Zeitenwende – jetzt den Koalitionsvertrag anpassen
Neue Partnerschaften und zusätzliche Freihandelsabkommen müssen jetzt Vorrang haben.
mehr