Tarifrunde im Groß- und Außenhandel vertagt
„Die Tarifrunde 2026 findet unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen statt. In den letzten Jahren gab es kein Wirtschaftswachstum und keinen realen Umsatzzuwachs. Stattdessen sehen wir mehr Insolvenzen und Beschäftigungsabbau“, kommentiert Judith Röder, Tarifgeschäftsführerin des BGA, die Ausgangslage bei der 1. Tarifrunde in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
Die Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel ist heute mit den ersten Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gestartet. Die Gespräche waren der Auftakt für die bundesweiten, regional geführten Tarifverhandlungen.
Röder weiter: „Auch für die Zukunft sind keine Signale für eine Besserung erkennbar. Die Gewerkschaftsforderung nach einer Entgelterhöhung von 7 Prozent, in den unteren Gruppen noch weitaus mehr, ignoriert die Situation der Unternehmen und ist in diesen Zeiten schlicht nicht finanzierbar.“
„Wir brauchen realistische Erwartungen und verantwortungsvolles Handeln auf beiden Seiten. Unser Ziel ist, gemeinsam mit ver.di eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen der Beschäftigten sowie der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen Rechnung trägt und zugleich Beschäftigung sichert“, Röder abschließend.
Nach mehrstündigen Verhandlungen wurden die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen auf den 18. Mai und in Baden-Württemberg auf den 21. Mai vertagt. Erste Verhandlungsrunden stehen in weiteren Regionen noch im April an.
Der BGA koordiniert und unterstützt die auf regionaler Ebene geführten Tarifverhandlungen in der Wirtschaftsstufe.


Judith Röder
Geschäftsführerin
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 581
judith.roeder@bga.de


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