EU und VAE: Gespräche über Freihandelsabkommen
Kommissionspräsidentin von der Leyen und Seine Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben in einem Telefongespräch vom 10. April 2025 vereinbart, Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufzunehmen.
Dies ist ein positiver Schritt in den Beziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Arabischen Emiraten und kann neben der Aushandlung umfassenderer strategischer Partnerschaftsabkommen auch als Katalysator für engere Beziehungen zwischen der EU und dem Golfkooperationsrat (GCC) dienen. Zum GCC gehören neben den VAE auch Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und Oman.
Die anstehenden Verhandlungen sollen sich auf die Liberalisierung des Handels mit Waren, Dienstleistungen und Investitionen konzentrieren und gleichzeitig die Zusammenarbeit in strategischen Sektoren wie erneuerbare Energien, grüner Wasserstoff und kritische Rohstoffe vertiefen. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič wird deshalb bald in die VAE reisen, um die Gespräche voranzutreiben.
Die VAE wollen insgesamt 26 umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen abschließen. Acht Abkommen sind bereits in Kraft, etwa mit Indien, der Türkei und Indonesien. Unter den sechs Staaten des Golfkooperationsrates gehören die VAE zu den Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum. Die emiratische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds kalkulieren für 2024 mit einer Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 4 Prozent. Dabei wird die Nichtölwirtschaft mit 5,2 Prozent als maßgeblicher Wachstumstreiber eingeschätzt. Aktuell schätzt der IWF, dass sich das reale BIP-Wachstum 2025 sogar auf 5,1 Prozent beschleunigt.


Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
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marcus.schwenke@bga.de

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