Europas Handelswege von vereinten Streitkräften schützen lassen
„Mit Blick auf die zunehmenden geopolitischen Konflikte muss Europa sich glaubwürdig schützen können. Das gilt auch für unsere Handelswege, über die die europäischen Volkswirtschaften und ihre Bürger mit Waren versorgen. Europa darf sich nicht erpressen lassen. Den neuesten Drohungen der islamistischen Huthi muss militärische Stärke und der Wille, uns zu verteidigen, entgegengesetzt werden. Wir lassen uns unsere Art zu leben und zu handeln nicht vorschreiben, unsere Werte von Recht, Freiheit und Toleranz sind nicht verhandelbar. Es ist daher Zeit, diesen gemeinsamen europäischen Wertekanon und vor allem Europas Handelswege von vereinten europäischen Streitkräften schützen zu lassen“, sagt Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).
Der Großhandelspräsident ergänzt: „Europa muss seine eigene Wettbewerbsfähigkeit wieder erlangen. Es darf nicht in hausgemachter Bürokratie ersticken. Für den Groß- und Außenhandel sowie die unternehmensnahen Dienstleister bedeutet das, wir müssen wieder den Mut zu handeln finden. Es gilt in der Zukunft, die Chancen zu ergreifen und nicht angstgetrieben die Überregulierung weiter voranzutreiben. Es braucht endlich wieder ein wirtschaftspolitisches Klima, das Investitionen in Europa fördert und unterstützt, statt sie unnötig zu erschweren. Es braucht wieder mehr Vertrauen in die Unternehmen, die Gesellschaft und jeden Einzelnen. Dazu gehört auch die Freiheit, Fehler zu machen. Der Staat soll und kann nicht jedes Lebensrisiko abfedern."
Das Präsidium des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen hat das Forderungspapier „Für Europa handeln“ einstimmig beschlossen. Darin formulieren die 60 Mitgliedsverbände ihre europapolitischen Forderungen an das neue Europaparlament und die zu bildende Kommission.
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA) vertritt als einer der führenden Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft die allgemeinen berufsständischen, wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen seiner Mitgliedsverbände und -unternehmen aus den Branchenzweigen des Produktionsverbindungshandels, des Konsumgütergroßhandels und des baunahen Großhandels. Mit seinen 139.000 Unternehmen ist der Groß- und Außenhandel das Bindeglied zwischen Industrie und Landwirtschaft, Handwerk und Einzelhandel. Auch Gastronomie und Hotellerie werden von den rund zwei Millionen Beschäftigten und 50.000 Auszubildenden versorgt. So erwirtschaftet er in Deutschland, Europa und weltweit 1,7 Billionen Euro im Jahr.
Zum BGA-Positionspapier klicken Sie hier:
Positionierung zur Wahl des Europäischen Parlaments 2024


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