Export in der Dauerkrise
„Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache. Unsere Exporte sind nicht wettbewerbsfähig und für Importe fehlt die Nachfrage. Wir haben in Deutschland eine echte Krise. Und zwar nicht vorübergehend, sondern strukturell“, kommentiert BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura die heute von Destatis veröffentlichten Zahlen zum deutschen Außenhandel.
„Selten sind unsere Exporte im Monatsvergleich so stark gesunken wie jetzt. Weder aus dem Binnenmarkt noch aus dem EU-Ausland kamen Impulse. Besonders beunruhigt mich dabei der starke Einbruch in unseren wichtigsten Exportmärkten USA und China. Überdeutlich zeigt sich hier unsere mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Wenn wir nicht bald gegensteuern, fürchte ich um immense Wohlfahrtsverluste sowie massiven Arbeitsplatzabbau in der Zukunft", so Jandura weiter.
"Dabei gibt es im Außenhandel einige Ansatzpunkte, die als wahrer Booster für unsere stark mittelständisch geprägte Exportwirtschaft wirken können. Mercosur muss im nächsten Schritt in Brüssel ratifiziert werden. Hier sollte Deutschland eine Führungsrolle übernehmen. Eine Modernisierung und bessere Ausstattung des deutschen Zolls sowie eine Erleichterung in der Exportkontrolle und im Sanktionsrecht wären eine große Unterstützung, um auch hier die Bürokratie einzudämmen“, fordert Jandura abschließend.
Im Oktober 2024 sind die deutschen Exporte gegenüber September 2024 kalender- und saisonbereinigt um 2,8 % und die Importe um 0,1 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2023 ebenfalls um 2,8 %, während die Importe um 1,7 % stiegen.


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