Sachzuwendungen an Geschäftskunden bürokratiearm regeln
Werbeartikel sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ein wichtiges Instrument der Werbung. Doch die administrativen Regelungen behindern die Nutzung dieses Werbeinstruments erheblich. Der BGA und sein Mitgliedsverband, Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW), verweisen daher stetig auf dringend erforderlichen Vereinfachungs- und Entbürokratisierungsbedarf. In der Sitzung des Ausschusses Steuern und Finanzen unter Leitung von BGA-Präsidiumsmitglied Thorsten Klindworth wurde dieser von BGA-Präsidiumsmitglied Frank Dangmann unter Teilnahme von Finanzstaatssekretärin Katja Hessel ausgeführt und in der Initiative des Bundesministeriums der Justiz vom BGA als dringender Vereinfachungsbedarf vorgebracht. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat nun im Gesetzentwurf zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovationen sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness (Wachstumschancengesetz) in Artikel 4 zur weiteren Änderung des Einkommensteuergesetzes ab 1. Januar 2024 vorgesehen, dass die von 35 Euro auf 50 Euro angehoben werden soll.
In der Stellungnahme der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zum Wachstumschancengesetz vom 25. Juli 2023 wird auf Vorschlag von BGA und GWW die Anhebung der Freigrenze als ein Schritt zur Abmilderung von steuerrechtlichen Nachteilen von Werbeartikeln begrüßt. Es wird jedoch zugleich hervorgehoben, dass unverändert der hohe Bürokratieaufwand durch die Empfängeraufzeichnung mit monatlicher Meldung erschwerend wirkt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen würden von einer Rechtsvereinfachung profitieren. Diese würde zudem dazu beitragen, ein höheres Umsatz- und Ertragssteueraufkommen aus Herstellung, Versand und Vertrieb von Werbeartikeln zu erzielen.
Ein Verzicht auf die bislang vorgegebenen aufwendigen empfängerbezogenen Aufzeichnungspflichten für den Betriebsausgabenabzug und ein Wechsel zu einer objektbezogenen Freigrenze würde deshalb zu einer spürbaren Entbürokratisierung führen. Flankierend fordern die Wirtschaftsverbände gesetzlich zu regeln, dass gegenständliche Werbeartikel bis zu der Freigrenze kein Geschenk darstellen und beim Empfänger nicht der Besteuerung unterliegen. Diese Vereinfachungen würden dem Bürokratieabbau wirksam Rechnung tragen und die mittelständisch geprägte Werbeartikel-Wirtschaft im internationalen Wettbewerb stärken.


Michael Alber
Geschäftsführer
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 571
michael.alber@bga.de

Entlastungspaket: Der große Hebel fehlt
Für den Groß- und Außenhandel bleibt das Paket deutlich hinter den Erwartungen zurück.
mehr
Europa braucht offene Märkte
Handelspolitische Schutzinstrumente sind nicht die Lösung.
mehr
Digitaler Handel braucht Verlässlichkeit
Transatlantischer Datenschutzrahmen gerät erneut unter Druck.
mehr
Marktüberwachung effizienter gestalten
Staatsmodernisierung konkret.
mehr
Grünes Licht für Neue Genomische Techniken
Europäisches Parlament ebnet den Weg für die Verordnung.
mehr
Reformpaket bringt erste Fortschritte
Zentrale Entlastungen für den Mittelstand fehlen.
mehr
Schiedsgerichtsbarkeit und bevorstehende Insolvenzrechtsnovelle
BGA-Rechtsausschuss tagt in Berlin.
mehr
KI und Cyber Security
Neue Herausforderungen für Unternehmen.
mehr
Endlich Fortschritt, Entlastungen fehlen
Der Mittelstand braucht umgehend Reformen
mehr
Sommerfest des Handels
Die Bilder sind da
mehr
Aktuellen wirtschafts- und europapolitischen Herausforderungen beim BGA-Gremientag
Abends gutes netzwerken beim Sommerfest des Handels.
mehr
Rentenkommission legt umfassende Reformvorschläge vor
Wichtige und notwendige Reformansätze.
mehr
Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit enger verzahnen
Es braucht engere Zusammenarbeit der Akteure in der Praxis.
mehr
Europaausschuss diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und neue EU-Regulierung
Unternehmen fordern mehr Bürokratieabbau.
mehr
Industrieproduktion stagniert - Auftragseingänge fallen
Weiter keine Impulse zu erkennen.
mehr
ForveG vergibt ihren Forschungspreis
Forschungspreis der ForveG für die Entwicklung eines KI-Tools für Rohstoffprognosen.
mehr
EU-Kommission startet Konsultation zu Leitlinien der CSDDD
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu den künftigen Leitlinien eröffnet.
mehr
Fortschritt bei der Rente, Beitragssenkung bleibt aus
Fortschritt bei der Rentenkommission trotz ausbleibender Beitragssenkung.
mehr
Strukturreformen als Schlüssel für Wohlstand und Sicherheit
Studie des Gemeinschaftsausschusses der gewerblichen Wirtschaft.
mehr
Arbeitskräftezuwanderung im Fahrermarkt
Interministerieller Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.
mehr