Stärkere Verzahnung fördern
Staatssekretär Rouenhoff setzt starke Impulse beim Parlamentarischen Frühstück zur Verzahnung von Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.
Mit einem klaren Bekenntnis eröffnete Parlamentarischer Staatssekretär Stefan Rouenhoff (BMWK) das erste parlamentarische Frühstück von BGA und UNIDO im Deutschen Bundestag: Der Aufbau resilienter und diversifizierter Lieferketten sei zur Chefsache erklärt worden – und dafür brauche es eine deutlich engere Verzahnung von Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Dieses Signal setzte den Ton für eine hochrangige Diskussion, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit die Chancen einer gemeinsamen Strategie erörterten.
Die deutsche Außenwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Geopolitische Verschiebungen, wachsende Handelskonflikte und anhaltende Lieferengpässe zeigen: Alte Antworten reichen nicht mehr. Neue Märkte müssen erschlossen, der Zugang zu strategischen Rohstoffen gesichert und wirtschaftliche Beziehungen breiter aufgestellt werden. Die Bundesregierung misst dem Engagement im Globalen Süden – insbesondere in Afrika – daher eine immer größere Bedeutung bei. Für viele Mitglieder des BGA, die dort bereits seit Jahren aktiv sind, ist eine enge Verzahnung von Entwicklungs- und Außenwirtschaftsförderung von großem praktischen Nutzen.
Import Promotion Desk als Erfolgsbeispiel
Wie erfolgreich diese Verbindung in der Praxis sein kann, zeigt das vom BGA initiierte Import Promotion Desk (IPD). Seit seiner Gründung 2012 hat das IPD:
- Zugang zu über 700 neuen Lieferanten aus dem Globalen Süden ermöglicht
- rund 2.000 Geschäftsabschlüsse realisiert
- ein Handelsvolumen von rund 1 Milliarde Euro erwirtschaftet
Unternehmerinnen und Unternehmer wie Hannah Selle und Thomas Grundhöfer berichteten beim Frühstück eindrucksvoll, wie sehr deutsche Firmen vom IPD profitieren – durch neue, verlässliche Lieferketten und Zugang zu nachhaltigen Produkten.
Neben Rouenhoff setzten auch zahlreiche Abgeordnete verschiedener Fraktionen klare Signale. Sie betonten, wie wichtig es sei, Mittel der Entwicklungszusammenarbeit künftig stärker an den Bedarfen der Wirtschaft auszurichten. MdB Daniel Walter (SPD) hob hervor, dass gerade in Zeiten angespannter Beziehungen mit den USA resiliente Handelsbeziehungen zu Entwicklungs- und Schwellenländern unverzichtbar seien.
Das erste parlamentarische Frühstück von BGA und UNIDO zeigte: Die Verzahnung von Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit ist nicht nur eine politische Vision, sondern in Projekten wie dem IPD bereits gelebte Realität. Zugleich bot es die Gelegenheit, die Anliegen der BGA-Mitglieder im Bundestag wirkungsvoll zu platzieren und das IPD als erfolgreiches Modell an der Schnittstelle von Wirtschaft und Entwicklung noch stärker ins Rampenlicht zu rücken.


Patrick Federl
Referent für Importförderung im Auftrag des Import Promotion Desk (IPD)
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
0176 465 965 51
patrick.federl@bga.de

Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 594
marcus.schwenke@bga.de

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