Wachstumseinbruch erhöht Reformdruck
„Der Einbruch der Wachstumserwartungen ist ein klares Warnsignal. Die wirtschaftliche Lage droht zu kippen: Für viele Unternehmen im Groß- und Außenhandel geht es längst nicht mehr um Wachstum – es geht um ihre Existenz. Der Krieg im Iran verschärft die strukturellen Schwächen des Standorts Deutschland und trifft eine ohnehin schwache Konjunktur ins Mark. Wir brauchen mehr wirtschaftliche Dynamik statt zusätzlicher Umverteilung. Dazu gehören gezielte Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit: niedrigere Lohnzusatzkosten, weniger Bürokratie und eine Unternehmensteuerstrukturreform, die die Besteuerung von Personenunternehmen vereinfacht. Belastungsdebatten über Einkommen-, Erbschaft-, Vermögen- oder Umsatzsteuer sind das falsche Signal“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Frühjahrsprognose der Wirtschaftsinstitute.
Jandura weiter: „Die Abschwächung des Wirtschaftswachstums kommt nicht überraschend, sie verdeutlicht aber den akuten Handlungsbedarf. Die Probleme des Standorts Deutschland sind hinreichend beschrieben – jetzt braucht es entschlossene Reformen, die Kosten senken, Bürokratie abbauen und Investitionen ermöglichen. Auch im Bundeshaushalt gibt es Spielräume für mehr Effizienz durch Einsparungen und Umschichtungen. Der Staat muss dringend sparen - auch beim Personal. Entscheidend ist jedoch, dass der Haushalt nicht zum Verschiebebahnhof wird. Sondervermögen müssen zusätzliche Investitionen ermöglichen – nicht bestehende Ausgaben verlagern.“
„Steigende Energiepreise treiben die Inflation weiter an und belasten Unternehmen wie Verbraucher gleichermaßen. Selbst bei einer Entspannung im Nahen Osten werden die wirtschaftlichen Folgen noch lange spürbar bleiben. Umso dringlicher ist es, jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Deutschland braucht wieder ein investitionsfreundliches Umfeld, verlässliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die Wachstum ermöglicht statt bremst“, so der Unternehmer abschließend.
1. April 2026


Iris von Rottenburg
Abteilungsleiterin Kommunikation
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
+49 176 60430941
iris.vonrottenburg@bga.de

Frederike Röseler
Pressesprecherin
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
+49 178 276 6013
frederike.roeseler@bga.de

Infrastrukturgesetz: wichtiger Impuls für Wettbewerbsfähigkeit im Handel
Davon profitieren insbesondere Logistik, Lieferketten und der internationale Handel.
mehr
Sommerfest des Handels
Die Bilder sind da
mehr
Aktuellen wirtschafts- und europapolitischen Herausforderungen beim BGA-Gremientag
Abends gutes netzwerken beim Sommerfest des Handels.
mehr
Rentenkommission legt umfassende Reformvorschläge vor
Wichtige und notwendige Reformansätze.
mehr
Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit enger verzahnen
Es braucht engere Zusammenarbeit der Akteure in der Praxis.
mehr
Europaausschuss diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und neue EU-Regulierung
Unternehmen fordern mehr Bürokratieabbau.
mehr
Industrieproduktion stagniert - Auftragseingänge fallen
Weiter keine Impulse zu erkennen.
mehr
ForveG vergibt ihren Forschungspreis
Forschungspreis der ForveG für die Entwicklung eines KI-Tools für Rohstoffprognosen.
mehr
EU-Kommission startet Konsultation zu Leitlinien der CSDDD
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu den künftigen Leitlinien eröffnet.
mehr
Fortschritt bei der Rente, Beitragssenkung bleibt aus
Fortschritt bei der Rentenkommission trotz ausbleibender Beitragssenkung.
mehr
Strukturreformen als Schlüssel für Wohlstand und Sicherheit
Studie des Gemeinschaftsausschusses der gewerblichen Wirtschaft.
mehr
Arbeitskräftezuwanderung im Fahrermarkt
Interministerieller Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.
mehr
DGB legt Steuerkonzept für die Steinzeit vor
Der Versuch eines gerechten Steuersystems scheitert.
mehr
BGA fordert rechtssichere Übergangsregelung bei der Greenwashing-Richtlinie
BGA fordert eine praxistaugliche Umsetzung der europäischen Empowering Consumers Directive (EmpCo-Richtlinie).
mehr
EU baut Handelsbeziehungen zu Südkorea und Afrika aus
Die EU setzt verstärkt auf den Ausbau strategischer Partnerschaften.
mehr
EU erwägt stärkere handelspolitische Schutzmaßnahmen gegenüber China
Abhängigkeit soll hiermit reduziert werden
mehr
WAA diskutiert über Wirtschaftsdiplomatie
BMLEH stellt Ernährungs- und Landwirtschafts-Referenten-Konzept des Ministeriums vor.
mehr
Fortschritte beim EU-US-Handelsabkommen
Aber neue Zolldrohungen sorgen für Unruhe.
mehr
Verbändeallianz ruft EP zur Zustimmung zum NGT-Kompromiss auf
Die Abgeordneten werden aufgefordert, dem Kompromiss ohne Änderungen zuzustimmen.
mehr
Die Sozialpartner müssen Verantwortung übernehmen
Die wirtschaftliche Lage des Landes ist zu ernst, um weiter ideologische Grabenkämpfe zu führen.
mehr