#WholesaleDay2023
Unter dem Motto „Competitiveness proofing the wholesale sector“ fand der jährliche Großhandelstag in Kooperation mit unserem europäischen Dachverband EuroCommerce am 21. Juni in Brüssel statt. Es wurden Großhändler und Kommissionsvertreter zusammengebracht, um die entscheidende Position des Großhandels auf dem europäischen Binnenmarkt zu erörtern und darüber zu diskutieren, wie ein wirksamer Wettbewerbscheck diesen stärken könnte.
Was ist notwendig, um sicherzustellen, dass die politischen Entscheidungsträger die tatsächlichen Auswirkungen von Vorschriften auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen berücksichtigen?
BGA-Präsident Dr. Jandura erklärte in seiner Eröffnungsrede: "Auf der Straße zur Wettbewerbsfähigkeit brauchen wir mehr Handlungsfreiheit. Stattdessen sehen sich die Unternehmen mit Ampeln und Kontrollmechanismen konfrontiert, wo immer sie abbiegen.“
In zwei Diskussionsrunde wurden viele Ideen ausgetauscht und Beispiele von Großhändlern zu den praktischen Umsetzungsproblemen genannt, mit denen sie auf dem Binnenmarkt konfrontiert werden und die ihre Fähigkeit, zu skalieren und effizient zu arbeiten, erschweren.
Die Kommission wurde aufgefordert, auch durch eine konsequente Durchsetzung der Vorschriften einen Ansatz zu fördern, der auf offenen Grenzen, einer kohärenten Umsetzung der Rechtsvorschriften und der Bemühung für Freizügigkeit von Fachkräften beruht.
Outi Slotboom, Direktor für Strategie und Wirtschaftsanalyse bei der GD GROW, hob die bestehenden Instrumente wie Solvit, Your Europe und die Vereinfachung durch ein Einmalprinzip hervor, die sich aus dem Single Digital Gateway ergeben, sowie den Zugang zu Finanzmitteln, der insbesondere KMU helfen kann.
Jasmin Battista, stellvertretende Referatsleiterin im Generalsekretariat, betonte auch, dass man sich bemühe, zu verstehen, was die Regeln durch eine bessere Regulierung und eine Verringerung des Meldeaufwands wirklich bewirken werden. Im Herbst wird eine Ankündigung erwartet, die bereits zu einer Verringerung der Meldepflichten und zu weiteren Arbeiten an einer Überprüfung der Wettbewerbsfähigkeit führen soll.
Jan Havlik, Referatsleiter in der Ständigen Vertretung der Tschechischen Republik, erinnerte an die lange Geschichte von Berichten, die darauf abzielen, die Abschätzung der Auswirkungen auf die Unternehmen zu verbessern, und schlug vor, dass eine gute Folgenabschätzung Abweichungen in den Trilogen kontrollieren könne, selbst wenn diese während der Verhandlungen unter Druck stünden. Es müsse jedoch auch das Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten gestärkt werden, um nationale Abweichungen bei der Umsetzung und Durchsetzung von Vorschriften zu vermeiden.


Lisa-Marie Kallies
Büroleiterin + Abteilungsleiterin Europa
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 552
lisa-marie.kallies@bga.de

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