Außenhandel unter Druck: Wettbewerbsfähigkeit schwindet
„Deutschland verliert schrittweise seine außenwirtschaftliche Dynamik. Die deutschen Exporte haben im März weiter an Kraft eingebüßt. Zwar bleiben die Ausfuhrwerte insgesamt auf ordentlichem Niveau, doch der deutlich gesunkene Außenhandelsüberschuss zeigt, dass der Beitrag des Außenhandels zum Wohlstand und zur wirtschaftlichen Stärke Deutschlands zunehmend schwindet. Umso wichtiger ist es, dass das Handelsabkommen mit den USA in trockene Tücher kommt. Die EU muss sich einig werden und schneller handeln“, fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Export.
Und weiter: „Die Auswirkungen der Schließung der Straße von Hormus werden immer deutlicher. Steigende Energie- und Transportkosten belasten die Unternehmen spürbar. Sie merken die indirekten Effekte durch steigende Speditionspreise und Verteuerung bei Vorprodukten immer deutlicher. Gleichzeitig nehmen weltweit Handelshemmnisse, geopolitische Spannungen und Kosten zu. Das setzt besonders die exportorientierten Branchen unter Druck und schwächt die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.“
„Der sinkende Außenhandelsüberschuss ist ein Warnsignal. Vor allem die schwache Entwicklung in den Drittstaatenmärkten belastet die deutsche Exportwirtschaft zunehmend. Europa bleibt dagegen der Stabilitätsanker des deutschen Außenhandels. Umso wichtiger ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland konsequent zu stärken. Wir brauchen niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie, umfassende Reformen und eine aktive Handelspolitik, damit Deutschland international wieder an Stärke gewinnt“, so Jandura abschließend.
Im März 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Februar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,5 % und die Importe um 5,1 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 nahmen die Exporte um 1,9 % und die Importe um 7,2 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.


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